Oberrohrdorf
Lebensqualität ist das primäre Ziel

Im Rahmen einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung in der Zähnteschüür haben Gemeinderat und eine mit Fachleuten ergänzte Arbeitsgruppe über die künftige Entwicklung der Gemeinde Oberrohrdorf orientiert.

PETER RINER
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Im Rahmen einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung in der Zähnteschüür haben Gemeinderat und eine mit Fachleuten ergänzte Arbeitsgruppe über die künftige Entwicklung der Gemeinde Oberrohrdorf orientiert. Im Zentrum stand dabei das neu entwickelte Leitbild, das dem Gemeinderat als Richtschnur für die weiteren Planungsschritte im Rahmen der anstehenden Revision der Bauordnung dient.

Die Gemeinde Oberrohrdorf versteht sich zusammen mit Niederrohrdorf als Subzentrum der Region Baden. Sie soll dementsprechend zu einem attraktiven Dorf mit einer hohen Wohn- und Lebensqualität weiterentwickelt werden. Den Bereichen Familie, Bildung, Kultur und Umwelt wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Gefördert werden soll unter anderem auch eine lebendige, traditionelle Dorfkultur. Ein belebter Dorfkern mit attraktiven Verkaufs- und Dienstleistungsangeboten soll zum Verweilen und zur Begegnung einladen.

Die Ziele sollen durch ein massvolles Wachstum und mit der Erhaltung und Ergänzung der Siedlungsstrukturen unterstützt werden. Ein grosses Anliegen der Bevölkerung sind auch bessere Einkaufsmöglichkeiten im Dorf. In diesem Bereich tut sich was, hat doch der Gemeinderat neue Verhandlungen mit einem Grossverteiler aufgenommen, der im Gewerbegebiet eine neue Einkaufsmöglichkeit schaffen will.

Mögliche neue Bauzonen

Eines ist klar: Grossflächige Einzonungen sind bei der Revision der Bauordnung kein Thema. Im Vordergrund steht die Entwicklung nach innen und die Ausnutzung noch vorhandener Baulandreserven. Vor allem die Achse entlang der Kantonsstrasse ist für eine Verdichtung einerseits und einer Belebung anderseits geeignet. Als mögliche Erweiterung des Siedlungsgebietes sind vier Einzonungen zu prüfen: Mit einer Zentrumszone im Büntenächer würde der Ortseingang und das Subzentrum Staretschwil gestärkt. Der Altberg könnte massvoll arrondiert und dabei der Dorfrand als klare, grüne Abgrenzung zwischen Dorf und Landschaft ausgestaltet werden.

Eine partielle Einzonung im Nordosten auf der Anhöhe des Dorfes entlang der Luxmattenstrasse würde Wohnraum für sehr gute Steuerzahler und erhöhte Ansprüche ermöglichen. Der nordöstlich zum Baugebiet «Im Feld» gelegene Raum könnte für den Bau von Mehrfamilienhäuser für junge Familien vorgesehen werden.

Die Einwohner sollen mitplanen

Es wird nicht ganz einfach sein, weitere Ziele wie eine gesunde Altersmischung in den Wohnquartieren zu erreichen oder das Potenzial in unternutzten Gebieten auszuschöpfen. Auf bestimmten Gebieten kann und muss die Gemeinde auch selbst gestalterisch tätig werden. Wie weit die Meinungen in Bezug auf die im Leitbild formulierten Ziele auseinandergehen, hat sich im Rahmen der angeregten Diskussion gezeigt. Die Bevölkerung wird im Rahmen des Mitwirkungsprozesses bei der Bauordnungsrevision dann zum Zuge kommen.

Leitbild der Gemeinde Oberrohrdorf www.oberrohrdorf.ch