«Die Lehrerinnen und Lehrer schätzen unsere Arbeit sehr», stellt Monika Peter, Leiterin der Schulsozialarbeit Wettingen fest. Damit umschreibt sie einerseits ihre Erfahrung und anderseits das Ergebnis einer Umfrage unter den Wettinger Lehrkräften.

Ihre Erfahrungen gibt das Team von Monika Peter regelmässig an die Lehrkräfte weiter: «Wir informieren an Konferenzen und bieten Weiterbildungskurse an.» Ebenso zentral sind für sie aber die Einzelgespräche. Wichtig für eine erfolgreiche Arbeit, so Monika Peter: «Wir müssen in der Schule präsent sein.»

Hohe Sozialkompetenz

Um ihren Stellenwert noch besser kennen zu lernen, lancierte die Schulsozialarbeit zum 10-Jahr-Jubiläum unter den Lehrkräften eine Umfrage. Sie ergab: Die Lehrer schätzen vor allem die Prävention der Schulsozialarbeit. Als besondere Sozialkompetenz wurde dem Team attestiert, dass es gut zuhören könne und hilfsbereit sei.

Monika Peter blickt auf 10 Jahre als Schulsozialarbeiterin in Wettingen zurück

Monika Peter blickt auf 10 Jahre als Schulsozialarbeiterin in Wettingen zurück

Dies stösst nicht nur bei den Lehrkräften, sondern auch bei den Jugendlichen auf positive Resonanz. «Oft kommen einzelne Kinder mit Problemen zu uns», sagt Monika Peter. «Die Ursachen können Prüfungsangst, Leistungsdruck, Ausgrenzung, aber auch persönlicher Natur sein.»

Manchmal wünscht eine Schülergruppe, das Besprechungszimmer der Schulsozialarbeit benutzen zu können: «Dann diskutieren sie ihr Problem und suchen gemeinsam Lösungen.» Die Kinder hätten ein gutes Sensorium für das soziale Zusammenleben entwickelt.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden an einem Treffen für Lehrkräfte präsentiert. Rund 50 waren dazu in die Aula Margeläcker gekommen. Dabei zeigten Alexandra Locher und Jacob Jensen vom Forumtheater Act-back in zwei Szenen, welche Konsequenzen aufgestaute Probleme haben können. Die Szenen wurden anschliessend von den Lehrerinnen und Lehrern besprochen.

Heute besteht das Team der Schulsozialarbeit aus Monika Peter (Leitung), Karin Messmer und Michael Kurz. Sie teilen sich die 230 Stellenprozente. Dazu kommt Praktikantin Andrea Baumgartner. Vor 10 Jahren hatte die Gemeinde die Schulsozialarbeit eingeführt und Monika Peter angestellt. «Ich war die 5. Schulsozialarbeiterin im Kanton», erinnert sie sich. Heute sind kantonsweit über 110 Schulsozialarbeiter tätig. «Wir haben das Angebot als Pilotprojekt eingeführt», sagt Vizeammann Heiner Studer. Die ersten Erfolge zeigten sich schnell. «Als wir die Schulsozialarbeit definitiv einführten, gab es im Einwohnerrat keine Nein-Stimmen», sagt Studer.

Die Schulsozialarbeit ist dem Gemeinderat und nicht der Schule unterstellt. «Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Wir sind ein Zahnrädchen im System», sagt Monika Peter.