Baden
Letzte Gelegenheit für Schnäppchen: Läden bereiten sich auf Ansturm vor

Mit der bundesrätlichen Verordnung vom vergangenen Mittwoch müssen die Badener Warenhäuser ihr Sortiment ab Montag einschränken. Falls es am Samstag zum grossen Ansturm kommt, sind die Warenhäuser gewappnet.

Stefanie Garcia Lainez
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Vor dem Coop City in Baden stehen die Kunden am Nachmittag an.

Vor dem Coop City in Baden stehen die Kunden am Nachmittag an.

Alex Spichale

Mehrere Kunden stehen in der mit Bändern markierten Wartezone vor dem Coop City, «Sale» steht in grossen Buchstaben im Schaufenster des Warenhauses. Auch der Manor wirbt schon von weitem sichtbar mit Preisnachlässen – zusätzlich zum Ausverkaufsrabatt, wie mit zahlreichen Inseraten am Donnerstag bereits angekündigt wurde.

Im Innern der beiden Badener Warenhäuser geht es trotz bevorstehendem schweizweiten Lockdown aber noch ruhig zu und her. «Die Kundenzahl ist ja sowieso beschränkt», sagt eine Kassiererin vormittags im Coop City. Am Mittwoch gab der Bundesrat bekannt, dass alle Läden, die keine notwendigen Güter verkaufen, ab Montag schliessen müssen. Seither rüsten sich die Läden für den erwarteten Ansturm, decken Produkte ab und versuchen mit Extra-Rabatten noch möglichst viel Ware an die Kunden zu bringen.

Im Aargau sind bereits seit Dezember nur jene Läden offen, die Waren für den täglichen Bedarf verkaufen. Geschäfte wie Coop und Migros, die «überwiegend» Güter des dringenden und täglichen Bedarfs verkaufen, mussten ihr Sortiment nicht einschränken und konnten weiterhin Spielwaren oder Kleider verkaufen.

Mit der bundesrätlichen Verordnung vom vergangenen Mittwoch ändert sich das aber ab Montag. Der Badener Coop City hat bereits am Freitag reagiert: «Die Haushaltsabteilung ist geschlossen», informiert eine Mitarbeiterin mit Leuchtweste eine Kundin, die soeben das Warenhaus durch den einzigen Eingang via Metroshop betreten hat. «Und die Kleiderabteilung?» Diese sei noch offen.

Coop City empfiehlt, frühmorgens einzukaufen

Der Manor hingegen verkauft seit Dezember keine Kleider mehr, abgesehen von Strümpfen, Unterwäsche und einem Basissortiment an Babykleidung. Der erste und der zweite Stock sind seit dem 21. Dezember nicht mehr zugänglich. Auch die Elektronikabteilung im ersten Untergeschoss ist abgesperrt. Haushaltsartikel jedoch sind im Gegensatz zu Coop City nach wie vor erhältlich – und würden auch ab Montag noch zur Verfügung stehen, sagt Mediensprecher Andreas Richter.

Ein Teil der anderen Sortimente werde zurück in die Verteilzentrale verschoben. Denn Manor rechnet mit einem starken Anstieg der Online-Einkäufe. Trotzdem: Während der Verkauf von Lebensmitteln sehr gut laufe, gehe im Non-Food-Bereich viel Umsatz verloren, so der Mediensprecher.

Falls es am Samstag zum grossen Ansturm kommt, sind die Warenhäuser gewappnet. Mit Fachpersonal am Haupteingang des Manors könne der Zugang reguliert werden, falls nötig. «Die Sicherheit ist zu jeder Zeit gewährleistet», sagt Richter. Auch Coop setzt in den letzten Tagen vor dem zweiten Lockdown auf die bewährten Schutzkonzepte. «Je nach Standort und Kundenfrequenz gehören zu unseren Schutzkonzepten auch Wartezonen, Plakate, Absperrungen, Bodenmarkierungen, Sicherheitspersonal und Mitarbeitende, die in den Wartezonen mithelfen», sagt Mediensprecher Andrea Ruberti.

Mit grösseren Anstürmen im Badener Coop City rechnet er nicht. «Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden aber, bei unseren Non-Food-Formaten bis zur Schliessung die Randstunden am Morgen zu nutzen.»