Wettingen

Lieber singen als blockflöteln

Die Musikschule sorgt für Musik in der Schule

Die Musikschule sorgt für Musik in der Schule

Die Musikschule feiert ihr 20-Jahr-Jubiläum mit zwei Konzerten. Ein Fünftel bis ein Viertel aller Wettinger Schüler besucht diese Schule.

Im Schuljahr 1990/1991 nahm die Musikschule Wettingen ihren Betrieb auf. Vorher mussten Wettinger Musikschüler den Weg in die Musikschule Baden auf sich nehmen. «Das Angebot wurde damals für die Gemeinde immer teurer, ohne dass wir mitentscheiden konnten», sagt Heiner Studer, Vizeammann und Präsident der Musikschulkommission. Deshalb sei man zum Schluss gekommen, dass für eine so grosse Gemeinde wie Wettingen eine eigene Schule optimal wäre.

Vize-Ammann Heiner Studer über das 20-Jahre-Jubiläum der Musikschule Wettingen

Musikschul-Jubiläum

Die Zahlen geben Studer recht: In den letzten 20 Jahren ist die Schülerzahl leicht gestiegen. «Mit zurzeit knapp 700 Musikschülern besucht ein Fünftel bis ein Viertel aller Wettinger Schüler die Musikschule – das ist ein ausgesprochen hoher Anteil», sagt Studer nicht ohne Stolz. Verändert haben sich aber nicht nur die Schülerzahlen, sondern auch die Wahl des Einstiegsinstruments. «War dies vor 20 Jahren häufig die Blockflöte, sind heute Gitarren, aber auch Streichinstrumente hoch im Kurs», erklärt Musikschulleiter Christian Hofmann. Sehr beliebt sei zu-
dem Solo-Gesangsunterricht. «Wahrscheinlich hat da die Sendung ‹Music Star› mitgeholfen», sagt Hofmann lachend.

Viele Höhepunkte in 20 Jahren

Zusammen mit Aurelia Niggli führt Hofmann die Musikschule nun schon seit 14 Jahren. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Niggli deckt den administrativen Bereich ab, Hoffmann den musikalischen. «Aber natürlich muss ich auch ein Flair für die Musik mitbringen, und mein Kollege darf Zahlen gegenüber nicht ganz abgeneigt sein», sagt Niggli.

Die beiden Musikschulleiter blicken auf einige Höhepunkte wie das Weihnachtskonzert «Zäller Wiehnacht» (1998), «Die Zauberflöte» (Jubiläumsfeier 2000) oder die Teilnahme am Europäischen Jugendmusikfestival (2002) zurück.

Volkslieder und Modernes vereint

Der nächste Höhepunkt folgt in rund zwei Wochen, mit der Premiere des 20-Jahr-Jubiläumskonzerts. 130 Schüler werden ein Werk des Wettinger Komponisten und Jazzmusikers Christoph Baumann zum Besten geben. «Anfang 2008 haben wir nach einer Idee für das Jubiläumskonzert gesucht», erzählt Schulleiter Hofmann. Man habe sich schnell auf Schweizer Volksmusik geeinigt, weil das auch in der Schule ein Thema sei. «Wir wollten aber kein volkstümliches Fest, weil das nicht sehr originell gewesen wäre», so Hofmann. Stattdessen wurde Komponist Baumann beauftragt, Volksmusik mit zeitgemässer Musik zu mischen. Entstanden ist ein Werk, das traditionelle Volkslieder und Modernes vereint.

Seit einem halben Jahr haben die Schüler zusammen mit ihren Lehrern die Stücke einstudiert. Am 19. und am 24. November können sich Besucher in der Aula Margeläcker vom Resultat selber ein Bild machen.

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