Baden

«Liechterwecke» bringt die Badener zusammen

Die Organisatoren erwarten in diesem Jahr noch mehr Besucher auf dem Schlossbergplatz als bei den letzten zwei Anlässen.Angelo Zambelli

Die Organisatoren erwarten in diesem Jahr noch mehr Besucher auf dem Schlossbergplatz als bei den letzten zwei Anlässen.Angelo Zambelli

Die Kinder wecken zum dritten Mal mit Glocken die rund 10000 Lämpchen der Weihnachtsbeleuchtung. «Obwohl das ‹Liechterwecke› erst zum dritten Mal stattfindet, fühlt es sich an, als ob es den Anlass in Baden schon immer gegeben hätte.

Viele Badener staunten nicht schlecht, als die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt bereits am letzten Samstag erstrahlte. Ob bei jemandem die Vorfreude so gross gewesen war, dass er nicht mehr auf das «Liechterwecke» warten wollte? Dem war nicht so: «Es war ein Programmierungsfehler», weiss Christoph Umbricht von der Regionalwerke AG Baden. «Bei der Signalsteuerung war noch das Datum vom letzten Jahr eingestellt.» Offiziell wird die Beleuchtung immer am letzten Mittwoch vor dem ersten Advent geweckt.

Er passt zum Stil der Stadt», sagt Dominique Girod, die das «Liechterwecke» organisiert.

Dabei werden mehr als tausend Kinder mit Glöckchen durch die Badstrasse zum Schlossbergplatz ziehen, um dort durch lautes Klingeln die rund 10000 Lichtpunkte der Weihnachtsbeleuchtung in der ganzen Stadt aufzuwecken. Als Dank erhält jedes Kind ein Spanischbrödli.

Zwei Traditionen verbinden

«Die Stadt wollte schon lange die Spanischbrödli an einen Anlass knüpfen», sagt Thomas Lütolf, Leiter des Standortmarketings. «Wir fanden jedoch keine passende Gelegenheit.» Deshalb beschloss die Stadt, einen neuen Anlass zu kreieren. Mit der Weihnachtsbeleuchtung fand sie eine weitere Tradition, die sie mit den Spanischbrödli verbinden wollte. Es sollte jedoch kein kommerzieller Event entstehen. «Wir möchten, dass das ‹Liechterwecke› zu einem Brauch wird, der selbstverständlich in den Kalender gehört», sagt Lütolf.

Dominique Girod fasste den Auftrag, einen solchen Anlass zu organisieren. «Schnell merkte ich, dass es etwas braucht, um die einzelnen Komponenten miteinander zu verbinden», sagt sie. Deshalb schrieb sie eine Geschichte, die erklärt, warum das Licht nur geweckt werden kann, wenn die Kinder mit den Glöckchen läuten. Die Geschichte wird jedes Jahr auf dem Schlossbergplatz erzählt. «Das ‹Liechterwecke› ist ein sehr emotionaler Anlass, der die Badener in der kalten Jahreszeit näher zusammenbringt», sagt Girod.

Die ganze Stadt hilft mit, den Anlass zu ermöglichen. Die Geschäfte am Schlossbergplatz löschen ihre Beleuchtung, damit die geweckten Weihnachtslichter zur Geltung kommen. Die Busse der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen machen während des Nachmittags einen Bogen um den Schlossbergplatz. «Die rund 1200 Spanischbrödli werden von drei lokalen Bäckereien gesponsert», ergänzt Lütolf. Die Vereine IG Hotel Baden und Citycom kochen Glühwein für die Erwachsenen. Die Spanischbrödlizunft führt die Kinder die Badstrasse entlang bis zum Schlossbergplatz. Dort läuten die Kinder mit von der Raiffeisen gesponserten Glocken. Lütolf und Girod freuen sich über die Kooperation der Geschäfte und der Verbände. «Dies zeigt, dass sie hinter dem Anlass stehen. Mit dem ‹Liechterwecke› haben wir den Nagel auf den Kopf getroffen.»

«Liechterwecke» 28.11., 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Schlossbergplatz Baden.

Für Thomas Lütolf vom Standortmarketing Baden und Dominique Girod, Zuständige für die Organisation, ist das Lichterwecken ein besonderes Ereignis

Für Thomas Lütolf vom Standortmarketing Baden und Dominique Girod, Zuständige für die Organisation, ist das Lichterwecken ein besonderes Ereignis.

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