Oberrohrdorf
Lifting für die Ortsdurchfahrt

Die Gemeinde Oberrohrdorf möchte die Hauptstrasse aufwerten und verschiedene Arbeiten vollziehen. Das dürfte gegen 9 Millionen Franken kosten.

Samuel Weissman
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azNetz

Die Gemeinde und Verantwortliche des Kantons stellten der Bevölkerung in einer Orientierungsversammlung das neue Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) zur Sanierung der Kantonsstrasse vor. Ziel war, die Oberrohrdorfer primär zu informieren. Laut Vizeammann Kurt Scherer seien noch keine Entscheide gefallen. Fest stehe aber, dass «die Fahrbahnbeläge und Wasserleitungen sowieso ersetzt werden müssen».

Kreisingenieur Giuliano Sabato, Abteilung Tiefbau des Kantons, Thomas Belloli, Raum- und Verkehrsplaner, und Kurt Scherer stellten an der Versammlung das neue Konzept vor. Dieses sieht eine Aufwertung der Ortsdurchfahrt vor, die mehr Attraktivität und Sicherheit gewährleisten soll. An fünf Abschnitten (siehe Text rechts) entlang der 1,8 Kilometer langen Strecke wurden die Verbesserungen anhand von Plänen gezeigt. Die Aufwertung wird nach BGK auf 8,4 Millionen Franken geschätzt.

Laut BGK würden allein die nötigen Änderungen 5 Millionen Franken kosten. 60 Prozent der Kosten fallen an die Gemeinde, 40 Prozent zahlt der Kanton, weil es eine Kantonsstrasse ist. Vizeammann Kurt Scherer sagt: «Die Wasserleitungen, die Kanalisation und einige Bachübergänge sind auch zu ersetzen.» Er rechnet langfristig mit weiteren grob geschätzt 4 Millionen Franken.

Mehrzweckstreifen und Kreisel

Die Rede war an erster Stelle vom «Ring» im Zentrum von Oberrohrdorf, an dem voraussichtlich 2013 begonnen werden könne.

«Das Trottoir würde an die Gebäudefronten zurückversetzt und zur Strasse hin abgesenkt», sagt Sabato, «so entsteht ein ästhetischer wie auch psychologischer Effekt.» Er erläutert, dass sich dadurch das Gesamtbild öffne und so den Verkehrsteilnehmern bewusst mache, dass sie sich innerorts befänden. Dazu käme, laut BGK, ein gepflästerter Mehrzweckstreifen in der Mitte der Fahrbahn auf Strassenhöhe. Dieser erleichtere den Verkehr für Verkehrsteilnehmer und mache die Situation überschaubarer. Sehr beliebt war bei einigen der Versammelten der Vorschlag, einen Kreisel bei der Kreuzung Staretschwil zu realisieren. «Die Verhandlungen dazu laufen noch», sagt Vizeammann Scherer. «Der Kanton sieht zu wenig Verkehrspotenzial für einen Kreisel.»

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