Baden
Limmathof-Direktorin: «Langfristiges Denken ist mir wichtig»

Claudia Mauthe ist seit dem 1. Juni neue Direktorin der Limmathof AG Baden. Oberste Priorität hat für sie, die beiden dem Betrieb zugehörigen Vier-Sterne-Hotels und Wellness-Oasen stärker am Markt zu positionieren.

Ursula Burgherr
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Claudia Mauthe, neue Direktorin der Limmathof AG. alex spichale

Claudia Mauthe, neue Direktorin der Limmathof AG. alex spichale

Claudia Mauthe, verzeichnet die Limmathof Baden AG seit der Schliessung des Thermalbades mehr Gäste?

Claudia Mauthe: Es waren nicht wesentlich mehr Eintritte zu verzeichnen. Der Betrieb hat in der ersten Hälfte dieses Jahres trotzdem sehr gute Umsätze gemacht. Das schlechte Wetter hat für uns gesprochen; sowohl das Novum Spa in Baden als auch die seit einem Jahr bestehenden Privat-Spa-Suiten im Hirsch in Ennetbaden wurden rege frequentiert.

Hoffen Sie als neue Führungskraft im Bäderquartier, dass Mario Bottas Thermalbad realisiert wird?

Ich erachte es grundsätzlich als wichtig, dass in einer Bäderstadt wie Baden wieder ein Thermalbad existiert. Ob das Botta-Bad genau so umgesetzt wird wie geplant, sei dahingestellt. Ich hoffe, dass wir uns bald über eine Neueröffnung und die damit verbundene Belebung des Bäderquartiers freuen können. Im Moment ist die Gegend – mit all den Baustellen – ja nicht besonders attraktiv.

Wie wollen Sie die Klientel trotzdem ins Bäderquartier locken?

Es ist mir ein grosses Anliegen, das Potenzial, das wir hier haben, besser zu nutzen und zu vermarkten als bisher. Wo gibt es schon eine Thermalquelle, ein wunderschönes Vierstern-Hotel mit Wellness-Angeboten und qualitativ erstklassiger Partner-Gastronomie an schöner und romantischer Flusslage? Langfristiges Denken ist mir wichtig. Auch im Hinblick auf das künftige Businesshotel im Trafo zwei und ein neues Thermalbad. Da will ich mit meinem Team Alternativen und Zusatzangebote parat haben.

Welche ersten konkreten Schritte unternehmen Sie?

Im August schliesst das Novum Spa im Limmathof Baden für zwei Wochen seine Türen. Die Anlagen werden revidiert und der ganze Eingangsbereich sowie Massage- und Kosmetikräume umgestaltet. Alles soll freundlicher, frischer und moderner daherkommen. Dabei arbeite ich eng mit Architekt Stephan Wetzel zusammen. Zudem bin ich dabei, bestehende Dienstleistungen auf ihre Qualität zu überprüfen und zu ergänzen. Im Beautybereich werden neue Geräte für die apparative Kosmetik integriert.

Das Römisch Baden im Schweizerhof Baden gehört ebenso zu den Dienstleistungen des Novum Spa. Die Einrichtungen sind seit längerem geschlossen. Was passiert damit?

Vom Stand der Technik her ist ein Umbau von Nöten. Wir sind daran, ein Konzept auszuarbeiten. Sobald es steht, wird das Bad renoviert und neu eröffnet. Wie schnell das geht, bleibt vor allem eine Budgetfrage.

Wie wollen Sie sich im Dschungel der Kosmetik-, Fitness- und Wellness-Angebote behaupten?

Nebst Qualität und Professionalität unseres 33-köpfigen Teams ist die persönliche Betreuung eines jeden Gastes wichtig; will heissen, auf seine speziellen Wünsche einzugehen, damit er sich fühlt wie ein König. Da liegt unsere Chance. Kürzlich haben wir in einem der beiden Private Spa Suiten im Hirsch Rosenblätter gestreut für einen Mann, der seine Freundin überraschen wollte.