Brückencrash

LKW-Crash in Brugg – bei dieser Badener Brücke ist das nichts Besonderes

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Bei der Unterführung am Schadenmühleplatz wirds für Lastwagen manchmal etwas (zu) knapp.

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In Brugg kracht am Mittwochabend ein Lastwagen in eine Eisenbahnbrücke. Was aussergewöhnlich klingt, passiert bei einer Brücke in Baden rund 14 Mal im Jahr. Wie kommt es dazu und was wird unternommen?

Ein Lastwagen kracht in eine Brücke – und bleibt stecken. Geschehen ist das am späteren Mittwochabend bei einer SBB-Brücke in Brugg. Ein solcher Crash kommt hier selten vor – in einer anderen Aargauer Stadt scheint es allerdings eine Ausnahme zu geben. Zumindest kommentierte ein Leser in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Brugg wenn...» den Brugger Brückencrash wie folgt: «In Baden beim Pizza Blitz passiert das rund 14 Mal im Jahr». Die Rede ist von der Eisenbahnbrücke beim Schadenmühleplatz.

14 Mal – kann das wirklich sein? Martin Brönnimann, Chef der Stadtpolizei Baden, bestätigt diese Zahl und legt noch einen oben drauf: «Gefühlt kommt es sogar noch häufiger als 14 Mal im Jahr vor. Wir führen aber keine Statistik darüber.»

Nicht mitgezählt seien bei dieser Zahl die vorzeitigen Umkehrer, also diejenigen, die gerade noch merken, dass es eng werden könnte. 

Lastwagen bleibt in Brugg unter Zugbrücke stecken

Lastwagen bleibt in Brugg unter Zugbrücke stecken


Wie ist es möglich, dass es bei einer Brücke so häufig zu Unfällen kommt? «Die Brücke ist mit 3,9 Metern zu tief für die heutigen Lastwagen», erklärt Brönnimann. Zwar warnen Schilder vor der Brücke davor, doch die Chauffeure übersehen diese offenbar. Eine solche Brücke sollte für Lastwagen mindestens 4 Meter hoch sein, so Brönnimann. 


Das Problem ist bei der Stadt und beim Kanton bekannt. Ein Lastwagen bleibt schliesslich nicht ganz unbemerkt unter einer Brücke stecken – über 14 Lastwagen pro Jahr schon gar nicht. Die Brücke soll wie ein längerer Abschnitt der Mellingerstrasse erneuert werden. Das wird noch etwas dauern, doch im Jahr 2018 oder 2019 soll es so weit sein. «Je nach dem wie es es mit den Einwänden weitergeht. Allerfrühestens 2018», sagt Armin Rauchenstein vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Der Brückencrash von Brugg in Bildern: 

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