Mägenwil
Massiver Zuwachs für 2100-Einwohner-Gemeinde: 700 neue Bewohner für Sandfoore und Wolfboden

Mägenwil treibt die Entwicklung der Gebiete Sandfoore und Wolfboden voran. Die beiden Areale mit Baulandreserven befinden sich im Zentrum des Dorfes sowie nahe dem Bahnhof. Der Kanton zählt das Gebiet zu den 21 Wohnschwerpunkten im Aargau.

Andreas Fretz
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100 neue Wohnungen: So könnten die Gebäude der Siedlung Sandfoore dereinst aussehen.

100 neue Wohnungen: So könnten die Gebäude der Siedlung Sandfoore dereinst aussehen.

Visualisierung: zvg/Yoshi Nagamine

Die Mägenwiler Gebiete Sandfoore und Wolfboden warten mit zukunftsweisenden Projekten auf. Beide Areale befinden sich im Zentrum des Dorfes sowie nahe dem Bahnhof und sie weisen grosszügige Baulandreserven aus. «Der Gemeinderat arbeitet schon seit Jahren daran, dass man die noch nicht überbauten Parzellen Sandfoore und Wolfboden mit qualitativ hochstehenden Überbauungen entwickelt», sagt Gemeindemann Marin Leuthard (CVP).

Die Grundlagen gehen auf den Masterplan aus dem Jahr 2015 zurück. Doch inzwischen ist man entscheidende Schritte weiter. Das Mitwirkungsverfahren zum Rahmengestaltungsplan Wolfboden wurde vergangene Woche abgeschlossen. «Aus der Bevölkerung kamen Fragen zu Details, aber keine generelle Kritik», sagt Leuthard. Als Nächstes steht die kantonale Vorprüfung an.

Insgesamt rund 700 neue Einwohner möglich

Diesen Schritt hat das Gebiet Sandfoore bereits hinter sich: Der Teilgestaltungsplan «Sandfoore Baufeld V» liegt noch bis zum 2. März öffentlich auf. Gehen dagegen keine Einsprachen ein, kann in einem nächsten Schritt das Baugesuch öffentlich aufgelegt werden.

Im Gebiet Sandfoore sind verschiedene Siedlungen mit insgesamt rund 100 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant, die zeitlich unabhängig voneinander realisiert werden können. Ammann Leuthard rechnet mit rund 300 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die geplante Überbauung Wolfboden mit knapp vier Hektaren Fläche würde rund 400 Menschen Platz bieten. Die Gemeinde mit ihren 2100 Einwohnern wurde einen massiven Bevölkerungszuwachs von rund 700 Einwohnerinnen und Einwohnern erleben.

Gute Steuerzahler für Wohnschwerpunkt gewünscht

«Wachstum ist gut und wichtig», sagt Leuthard, «wir hoffen natürlich, dass dadurch auch gute Steuerzahler nach Mägenwil kommen.» Wichtig sei aber, dass das Wachstum schrittweise erfolge. Ein Auge wirft auch der Kanton auf Mägenwil. Das Gebiet Bahnhof/Wolfboden zählt zu den 21 Wohnschwerpunkten im Aargau.

«Besonders geeignete Flächen befinden sich in Bahnhofsnähe», schreibt der Kanton dazu. Wohnschwerpunkte sind in der Regel Kernstädte, urbane Entwicklungsräume oder ländliche Zentren. Mägenwil wird vom Kanton als «ländliche Entwicklungsachse» kategorisiert wegen der guten ÖV-Erschliessung und der Nähe zu urbanen Entwicklungsräumen. «Die Verkehrslage ist ein wichtiges Kriterium», sagt Leuthard, «und die ist bei uns sehr gut.»

Kanton verlangt Qualität und Verdichtung

Der Kanton fordert, dass die Gemeinde für eine gute Siedlungsqualität sorgt und für eine Verdichtung unter Einhaltung der quartierspezifischen Merkmale. So sind etwa Einfamilienhaussiedlungen nicht erlaubt. Dafür fördert der Kanton Wohnschwerpunkte durch Beratung, Begleitung, vereinfachte Verfahren und allenfalls finanzielle Unterstützung.

Leuthard ist überzeugt, dass die Infrastruktur Mägenwils dem Wachstum gewachsen ist. Mit der Schulhauserweiterung und der Doppelturnhalle wurden bereits die Weichen gestellt.

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