Badenfahrt

«Mal was Neues»: Österreichische Firma sorgt für Abschluss-Feuerwerk

Eine weltweit führende Firma orchestriert das abschliessende Feuerwerk und nicht wie sonst Toni Bussmann.

Sonntag, 27. August, gegen 22.30 Uhr: In diesem Moment dürften in Baden wohl nicht viele Augen trocken bleiben. Erstens geht in diesem Moment die zehntägige Badenfahrt zu Ende. Und zweitens werden Hunderttausende von Besuchern soeben Zeuge eines fantastischen Feuerwerks geworden sein.

Für das offizielle Feuerwerk der Badenfahrt konnte der Österreicher Armin Lukasser mit seiner Firma Design Fireworks gewonnen werden. Das ist insofern bemerkenswert, als Toni Bussmann mit seiner Firma Bugano seit 1991 alle Feuerwerke an Badenfahrten und Stadtfesten gestaltete.

«Tonis Feuerwerke waren immer sehr professionell, und wir waren immer sehr zufrieden. Doch für diese Badenfahrt hatten wir Lust, einmal etwas Neues auszuprobieren», sagt Festgestalterin Eliane Zgraggen. Von drei Bewerbern habe Lukasser schliesslich am meisten überzeugt. «In Zusammenarbeit mit der Festgestaltung choreografierte er passend zum Motto «Versus» ein Feuerwerk der anderen Art.»

Die sechs Untergebietsfarben beziehungsweise die drei Komplementärkontraste Grün versus Rot, Violett versus Gelb und Orange versus Blau seien tragende Elemente der Gesamtkomposition. «Armin Lukasser verspricht einmalige Bilder weit über den Dächern Badens und Überraschungen, die man sich nicht erträumen kann», verspricht die Festgestalterin.

Feuerwerk-Macher schwärmt

Lukasser, der mit seiner Firma weltweit für Feuerwerke verantwortlich zeichnet und weltweit zu den bekanntesten Namen gehört, schwärmt von Baden. «Von der Hochbrücke aus bietet sich eine absolut einmalige Szenerie. Auf der einen Seite der nackte Felsen beim Schartenfels mit dem Lägernhang als Fortsetzung.

Auf der anderen Seite die perfekte Mischung mit dem modernen Falkengebäude oder dem Torre-Hochhaus und der altertümlichen Schlossruine Stein. Kurz: Von einem einzigen Standort habe ich als Festbesucher eine spektakuläre Sicht auf diese verschiedenen Welten und auf das Feuerwerk.»

Hinzu komme das Festmotto «Versus», also Gegensätze, mit welchem sich als Feuerwerk-Choreograf perfekt spielen lasse. «Insbesondere mit den sechs Festgebietfarben lässt sich sehr gut arbeiten», so Lukasser. Zu viel möchte er natürlich noch nicht verraten, nur so viel: «Aus einem anfänglichen Kampf der Farben will ich die Farben am Ende zu Freunden machen.»

Selbstverständlich habe er sich intensiv mit der Geschichte der Badenfahrt und deren kulturellen Hintergrund auseinandergesetzt und wisse deshalb um die Bedeutung dieses traditionsreichen Anlasses.

Dem Wunsch der Beizen gefolgt

Das Feuerwerk startet um 22.10 Uhr. Wie lange es dauern wird, will Lukasser noch nicht verraten, beziehungsweise stehe noch gar nicht fest. «Ein gutes Feuerwerk sollte nicht zu lange, sondern viel eher kurz und prägnant sein. Es gibt nichts Schlimmeres als die Festbesucher zu langweilen.»

Das Feuerwerk könne übrigens auch bei strömendem Regen – was natürlich niemand hoffe – durchgeführt werden. «Wir haben schon erfolgreich Feuerwerk bei mehrtägigen Festivals durchgeführt, an denen es während Tagen nur geregnet hat», so Lukasser, der mit seiner Firma unter anderem Feuerwerke für die Ski-Rennen in Kitzbühel, für den alljährlichen Staatsfeiertag in Liechtenstein oder das Fête du Lac in Annecy (F) durchgeführt hat.

«Nur starker Wind könnte ein Problem sein.» Von verschiedenen Standorten aus wird das Feuerwerk gezündet unter anderem von der Schlossruine Stein und vom Schartenfels. Armin Lukasser wird es sich nicht nehmen lassen, am 27. August persönlich in Baden anwesend zu sein. «Es wird für mich ein Premiere sein, da wir noch nie an einem Sonntag ein Feuerwerk in den Himmel haben steigen lassen.»

Bleibt noch die Frage, weshalb das Feuerwerk ganz am Schluss über die Bühne geht und nicht wie in früheren Jahren am Samstag. «Damit haben wir nicht zuletzt dem Wunsch vieler Beizenbetreiber entsprochen», sagt Zgraggen. Denn dank dem am Sonntag angesetzten Feuerwerk soll das Festfieber bis zur allerletzten Sekunde anhalten. Zgraggen: «Das einzigartige und spektakuläre Feuerwerk wird der krönende Abschluss der Badenfahrt sein.»

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