Mellingen
Manege frei für den Kinderzirkus Pumponelli

Zirkuswoche für Kinder unter der Leitung von Peter Locher: Ob Akrobatik, Trapez, Einrad fahren, Clown-Nummern, Stelzen laufen, Kugellauf oder Zaubertricks, Zirkus ist ein Thema, das Jung und Alt fasziniert.

Annemarie Keusch
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Ob Akrobatik, Trapez, Einrad fahren, Clown-Nummern, Stelzen laufen, Kugellauf oder Zaubertricks, Zirkus ist ein Thema, das Jung und Alt fasziniert.

Für 22 Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren aus der Region Mellingen ging ein Traum in Erfüllung und sie konnten für eine Woche Zirkusatmosphäre schnuppern und sich selber als Artisten versuchen.

Verantwortung übernehmen

«Mehrere der Teilnehmer sind bereits zum zweiten Mal dabei», freut sich Peter Locher, der zusammen mit seiner Tochter Salome die Zirkuswoche organisiert hat. Ziele sind es, die Sozialkompetenz, die Eigenverantwortung, die Feinmotorik und das Körpergefühl der jungen Artisten zu stärken. Sie lernen in einem Team zu arbeiten, den andern zu helfen und sich feste Abläufe einzuprägen.

Die Kinder müssen sehr viel Verantwortung übernehmen. Die Nummern werden von ihnen selber zusammengestellt. Die Kinder sollen miteinander diskutieren und so den Ablauf ihrer Show selber bestimmen. Peter Locher hilft ihnen bei der Umsetzung, gibt ihnen Tipps und verrät ihnen Tricks, wie sie die Kunststücke einfacher und trotzdem elegant durchführen können. Die 8-jährige Einrad-Fahrerin Delila aus Wohlenschwil ist stolz, dass sie die ganze Performance selber erfunden hat. Ebenso freuten sich die Zauberer, eigene Tricks zu erfinden und die schon bestehenden auf ihre Art umzusetzen.

Viele junge Clowns

Mehrere Stunden pro Tag arbeiten die jungen Artisten in kleinen Gruppen an ihren Auftritten, bevor gegen Ende des Tages der ganze Ablauf durchgespielt wird und jeder seine Nummer präsentieren kann. Es fällt auf, dass im Programm besonders viele Clown-Nummern auftauchen. «Die Kinder haben dies unterschätzt», meint Locher, «es ist viel schwieriger als gedacht, auf Kommando lustig zu sein.»

Ebenfalls besonders beliebt bei den Kindern sind die Menschenpyramiden. «In einer Menschenpyramide ist jeder Teil gleich wichtig. Es braucht alle, damit die Pyramide hält», erklärt Locher die Faszination der Kinder.

Keine Vorkenntnisse nötig

Damit dieses Projekt finanziell für alle zugänglich ist, fand die Aufführung nicht in einer richtigen Manege sondern im Ryfsaal in Mellingen statt. Der Saal wurde jedoch von den Kindern liebevoll dekoriert, sodass trotzdem Zirkusstimmung aufgekommen ist. Die Kostüme sind nicht sehr aufwändig, doch entsprechen sie den Charakteren der jeweiligen Artisten. «Wir mussten die Ausgaben im Rahmen halten, sonst wäre es für die Teilnehmer viel zu teuer geworden», erklärt sich Locher. Weiter ergänzt er, dass die Kinder jeweils ohne jegliche Vorkenntnisse an der Zirkuswoche teilnehmen können, die meisten Jongleure hätten am Anfang der Woche bei null angefangen. Klar sei jedoch, dass man sich Fähigkeiten wie Einrad fahren nicht während einer Woche aneignen kann.

Das Echo der Kinder ist rundum positiv. «Alles gefällt mir sehr gut, ich kann gar nicht sagen was mir am besten gefällt», meint Delila. Viele der Teilnehmer stimmen ihr zu und hoffen, auch nächstes Jahr wieder eine Woche in die Haut eines Artisten zu schlüpfen.

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