Gabriel M. fühlte sich ungerecht behandelt, als er im Januar 2010 in Spreitenbach das Gemeindehaus mit einem chemischen WC besuchte und dessen Inhalt im Büro des Gemeindeammanns Josef Bütler über die Akten ergoss. Dies erklärte der Angeklagte heute vor dem Bezirksgericht Baden.

Der 44-jährige deutsche Sozialhilfebezüger konnte kurz nach der Tat festgenommen werden. Es war nicht das erste Mal, dass er auffiel: Bereits einmal war er auf dem Sozialamt in Baden laut geworden und hatte eine Angestellte bedroht. Die Sozialämter hätten die Verantwortung zwischen Baden und Spreitenbach hin und her geschoben, führte M. vor Gericht aus. Entsprechend zeigte der Angeklagte auch keine Reue.

Heute am späten Nachmittag eröffnete das Gericht das Urteil: Gabriel M. muss für seine Tat neun Monate hinter Gitter. Auf den Schuldspruch wirkte sich auch ein Gutachten aus, welche M. nur eine leichte bis mittlere Straffähigkeit attestierte.  (san)