Strassenumfrage
Männer skeptisch gegenüber Verhütungs-Spritze: «Das ist Aufgabe der Frau»

In zwei Jahren soll sie auf den Markt kommen: Die Antibaby-Spritze für den Mann. «Tele M1» hat in Baden die Männer gefragt, ob sie diese Möglichkeit nutzen würden. Sie sind erstaunlich ehrlich.

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Die Verhütungsspritze für den Mann soll im Jahr 2018 Realität sein. Die meisten Männer, die die TV-Journalistin in Baden anspricht, haben bereits eine klare Meinung dazu.

«Ich finde, das ist Aufgabe der Frau – nach wie vor. Und das soll auch so bleiben», sagt einer. Ein anderer ganz unverblümt: «Das tue ich meinem Schwanz nicht an, sorry.»

Ungefähr gleich gross ist das Lager der Befürworter. Wenn es für sie selbst keine gesundheitlichen Risiken gäbe, würden sie den Frauen gern die Verhütung abnehmen, so der Tenor. Denn: «Verhütung ist ja nicht nur Frauensache».

Bei Kaninchen hats funktioniert

Forscher in den USA arbeiten momentan an der Entwicklung der hormonfreien Verhütungsmethode für den Mann: Die Männer bekommen ein sogenanntes Vasalgel in die Samenleiter gespritzt, das dann für ein Jahr lang die Spermien blockieren soll. Dies soll bei Kaninchen bereits erfolgreich gelungen sein. Jetzt soll das Gel an Männern getestet werden.

Der medizinische Eingriff ist es, den viele der gefragten Männer skeptisch macht – ob sie nun für die Männer-Verhütung sind oder nicht.

«Gerade zum Arzt rennen» würde er da lieber nicht, sagt einer. «Eine Spritze finde ich jetzt etwas übertrieben», ein anderer. Ein Dritter ist durchaus offen dafür – «wenn ich nicht gerade tot umfalle».

Und die Frauen? Die begrüssen die Verhütungsspritze für den Mann natürlich einstimmig. (smo)