Seit 2009
Manor-Bombendrohung war schon die fünfte in Baden seit 10 Jahren

Das sind die Bombendrohungen, die in den letzten Jahren zu Grosseinsätzen in Baden geführt haben.

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Grosseinsatz für die Polizei in Baden im November 2018: Grund war eine anonyme Bombendrohung.
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Die anonyme Bombendrohung ging am Donnerstag, 1. November 2018, beim Warenhaus Manor in der Innenstadt von Baden ein.
Ab Mittag durchsuchte die Polizei während Stunden mit Sprengstoff-Suchhunden das Warenhaus Manor am Schlossbergplatz. Gefunden wurde nichts.
Der Manor in Baden nach der Bombendrohung.
Der anonyme Anrufer meldete sich um 9.30 Uhr bei Manor in Baden.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot in Baden.
Die Polizei evakuierte aus dem Warenhaus und den umliegenden Gebäuden mehrere hundert Personen und sperrt das Gebiet weiträumig ab.
Mehrere Dutzend Einsatzkräfte von Kantonspolizei, Stadtpolizei Baden, Regionalpolizei Brugg, ein Detachement der Feuerwehr Baden sowie eine Ambulanzbesatzung stehenvor Ort im Einsatz.
Gegen 16 Uhr gab die Polizei den Schlossbergplatz wieder frei.
Der menschenleere Schlossbergplatz in Baden. Kein Mensch auch auf der Dachterrasse des Manor.
Das Manor-Warenhaus in Baden. (Archiv)

Grosseinsatz für die Polizei in Baden im November 2018: Grund war eine anonyme Bombendrohung.

Kapo AG

Januar 2009: McDonald’s Dättwil

Ein 17-Jähriger ruft mit verstellter Stimme beim McDonald’s in Baden-Dättwil an und spricht eine Bombendrohung aus. Das Gebäude wird evakuiert (im Bild), rund 20 Polizisten sind im Einsatz. Der Jugendliche gibt später bei der Befragung durch die Polizei an, es sei ein Scherz gewesen. Sein Motiv: Langeweile.

Januar 2009: Manor Baden

Nur einen Tag nach dem Fall in Dättwil ist der Manor in Baden Ziel einer Bombendrohung per Telefon. Der Fall hat Ähnlichkeit zur Drohung von 2018: Die Polizei räumt und durchsucht das Warenhaus mit Spürhunden, findet aber nichts Verdächtiges. Die Kosten für den fünfstündigen Einsatz belaufen sich auf rund 20'000 Franken, die Umsatzeinbussen bei Manor auf rund 80'000 Franken.

Mai 2015: Stadthaus Baden

Die Gemeindeverwaltungen von Baden, Wettingen, Neuenhof und Spreitenbach erhalten gleichzeitig per Mail die Mitteilung, im jeweiligen Gemeindehaus sei eine Bombe platziert worden. Die Häuser werden evakuiert, gefunden wird nichts. Die Polizei vermutet hinter den Drohungen einen «Behördenhasser» .

November 2016: Grand Casino

Im Grand Casino ruft ein Mann an und droht, er lasse eine Bombe explodieren. 125 Gäste und Mitarbeiter werden unverzüglich evakuiert. Rund ein Jahr später gesteht ein 24-jähriger Tscheche die Tat und sein Motiv: Eifersucht im Drogenrausch. Sein Lebenspartner spielte im Grand Jeu. Schaden des Casinos: 93'600 Franken. Im September 2018 wird der Tscheche vom Bezirksgericht Baden wegen Schrecken der Bevölkerung zu 9000 Franken Geldstrafe plus Busse und Gerichtskosten verurteilt.

1. November 2018: Manor Baden

Beim Manor in Baden geht eine telefonische Drohung eines Mannes ein. Das Warenhaus, umliegende Gebäude und der Schlossbergplatz werden evakuiert. Die Kantonspolizei Aargau war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Betroffen waren Hunderte Personen. Eine Person wurde festgenommen. Weitere Details zum Festgenommenen sind noch nicht bekannt.

Die Chronologie des Tages lesen Sie hier.

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