Anfang Juni wurde die Finanzierung des Bäderquartier auf neue Beine gestellt: Die Credit Suisse zog sich zurück, dafür kündigte die Verenahof AG als Eigentümerin an, zusammen mit der Stiftung Bad Zurzach und Baden sowie einem UBS-Bankenkonsortium im Rücken selber zu investieren.

Unklar war, wie es mit dem Engagement von Tessiner Star-Architekt Mario Botta weitergeht. Botta hatte für sie ein Projekt für ein Gesundheitshotel samt integrierter Rehaklinik entworfen in den Mauern der alten und heute geschlossenen Badehotels Verenahof, Bären und Ochsen mitten im Badener Bäderquartier. Unter anderem wurde aber die optisch auffallende «Botta-Kuppel» über den Lichthöfen wegen Denkmalschutz gekippt.

Am 14. Juni reisten die «Verenahof»-Investoren ins Tessin. Benno Zehnder, Besitzer der Verenahof AG, und die Spitzen der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden wollten von Mario Botta wissen, ob sie noch auf ihn zählen können.

Ja, kann sie. «Wir haben mit Mario Botta vereinbart, dass er das bestehende Projekt überarbeitet und versucht, die Wünsche und Anregungen zu erfüllen», sagt Stephan Güntensperger, Direktor der Gesundheitsstiftung, gegenüber Radio SRF.

Keine freie Hand für den Star-Architekten

Aber freie Hand hat Mario Botta nicht. Er darf nur gestalterisch tätig sein. Güntensperger: «Wir haben festgestellt, dass es richtig und wichtig ist, einen Architekten vor Ort zu haben, der die Bauleitung hat und der den ständigen Kontakt zur kantonalen Denkmalpflege unterhält.»

Stephan Güntensperger rechnet gemäss SRF damit, dass das Projekt bis Ende Jahr überarbeitet ist und dass die Investoren dann das Baugesuch einreichen können. Von diesem Gesuch hängt auch der weitere Fortschritt beim neuen Thermalbad ab. Auch dieses baut Mario Botta und es gehört den gleichen Investoren.