Baden
Markus Schneider: «Ich will vermitteln und Brücken schlagen»

Es war nicht der Samichlaus mit seinem Schmutzli, der am schneereichen Morgen in den Quartieren Kappelerhof und Allmend an die Türen klopfte. Stadtammann-Kandidat Markus Schneider spricht auf einer Velotour über seine Anliegen.

Erna Lang-Jonsdottir
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Hanni Kuhn vom «Chrättli» auf der Allmend formuliert ihre Wünsche an den Stadtammann-Kanditaten Markus Schneider. Emanuel Freudiger

Hanni Kuhn vom «Chrättli» auf der Allmend formuliert ihre Wünsche an den Stadtammann-Kanditaten Markus Schneider. Emanuel Freudiger

«Ich bin Stadtrat Markus Schneider und möchte Ihnen mit der Kerze einen schönen Advent wünschen, sowie ihre Wünsche an mich als Stadtammann-Kandiat aufnehmen», begrüsste er die Anwohner in Begleitung seines Vorgängers Kurt Wiederkehr. Mit dieser Aktion ist der Wahlkampf des CVP-Mannes gestartet. Volksnah will er in den nächsten zwei Wochen durch alle Badener Quartiere streifen, um die Anliegen der Einwohner entgegenzunehmen. Auf einer Mountainbike-Tour durch Baden sprach Schneider über seine Anliegen als Stadtammann-Kandidat.

Verkehr besser kontrollieren

«Quartieranalysen im Kappelerhof und im Meierhof haben gezeigt, dass die Bevölkerung bei der Quartiersentwicklung mitarbeiten will», sagt Schneider. Die Quartiervereine würden bereits gute Arbeit leisten. Er wolle noch mehr in die Tiefe gehen, indem er direkt auf die Menschen zugehe. «Ich will kein Stadtammann sein, der wartet, bis alle auf mich losrennen. Ich will ein Stadtammann sein, der auf die Menschen zugeht.»

Eines seiner wichtigsten Anliegen ist, dass die Quartiere in Baden erhalten bleiben. «Sie prägen den Lebensraum der Stadt Baden am meisten», sagt er. Die Stadt dürfe nicht nahtlos zusammenwachsen, «dabei würde sehr viel liebenswerter Charakter der Stadt Baden verloren gehen». Wie die Quartiere gestärkt werden können, sehen die befragten Einwohner der Quartiere Meierhof und Allmend genauso wie Schneider selbst: «Der Strassenverkehr muss besser kontrolliert werden. Fahrverbote und die Zone 30 werden oftmals ignoriert.» Wichtig ist Schneider auch der Erhalt der Primarschulen und Kindergärten mit den bedürfnisgerechten Betreuungsangeboten in den Quartieren.

Oberstufe für die nächsten 40 Jahre

Bei einem Zwischenstopp vor der Villa Burghalde sprach Schneider über die Schulraumentwicklung, «die genauso wie die Quartierentwicklung ein wichtiges Element für die Wohnqualität in Baden ist». Ein Teil der Schulraumplanung sei das Oberstufenzentrum bei der Burghalde. Die Oberstufe, mit allen Stufen unter einem Dach, sei eines der grössten und wichtigsten Projekte der Stadt Baden. «Ein wichtiges Element ist die Kinderbetreuung ausserhalb der Schulzeit.» Und: Bei der Schulraumplanung müsse darauf geachtet werden, dass die Gebäude auf die nächsten 40 Jahre ausgerichtet seien. «Das wird eine Herausforderung, ist aber aus meiner Sicht möglich. Wir müssen für kommende Schulreformen gewappnet sein.»

Im Restaurant Belvédère gab Schneider einen Überblick über seine weiteren Projekte als Stadtammann. Ganz klar für ihn ist, dass das Bäderprojekt und die Entwicklung in den Quartieren Baden-Nord sowie im Brisgi vorangetrieben werden müssen. Ein weiteres Anliegen ist ihm die Entwicklung in der Innenstadt, wie das Beispiel Müllerbräu-Areal mit dem Biergarten zeige. Schneider will als Stadtammann keine Barriere sein, sondern möglichst nahe mit Investoren und Betreibern zusammenarbeiten. Als Oberstleutnant der Schweizer Armee kann Schneider – wie er selber sagt – eines ganz sicher: «Ich will vermitteln und Brücken schlagen, sowie zielorientierte Lösungen ermöglichen.»

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