Musik

Martin Villiger aus Ennetbaden komponiert Filmmusik für SRF-Dok

Martin Villiger in seinem Studio in Dättwil. Emanuel Per Freudiger

Martin Villiger in seinem Studio in Dättwil. Emanuel Per Freudiger

Die Lieder des Ennetbadener Komponisten Martin Villiger begleiten Schweizer Auswanderer in die ganze Welt: Er komponiert den Soundtrack zur SRF-Dok «Auf und Davon». Nun veröffentlicht er seine Musik in einem Album.

«Mit meiner Musik kann ich die Stimmung der Auswanderer ausdrücken.» Je nach Situation, in der sich die Auswanderer befinden, klingt Martin Villigers Musik orientalisch fröhlich, nördlich melancholisch oder südamerikanisch heiter.

Zusammen mit dem Regisseur schaut er sich erste Aufnahmen an, macht sich ein Bild von den Auswanderern und lässt dann seinen Ideen freien Lauf. «Manchmal weiss ich von Anfang an: Das ist es. Ein anderes Mal studiere ich lange an verschiedenen Ideen herum, bis der Regisseur und ich zufrieden sind», sagt der 40-jährige Komponist.

Die Ideen kommen ihm bei Gesprächen mit dem Regisseur, aber auch im Alltag. Zu einem Ehepaar, das nach Kanada auswanderte, komponierte er ein eher ruhiges Stück. Die Idee, Pfeifen als Hauptelement zu verwenden, hatte er im Zug.

Martin Villiger komponierte bereits die Filmmusik für die SRF-Dok im Himalaya

«Wenn mir etwas in den Sinn kommt, nehme ich es immer sofort auf, sonst vergesse ich es wieder», erzählt Martin Villiger. «Ich achte immer darauf, dass mich niemand sieht, wenn ich in mein Smartphone singe», erzählt er und lacht.

Bis zu seinem 14. Lebensjahr lebte Martin Villiger in Jerusalem. So kam er schon früh mit orientalischer Musik in Berührung. «Diese Erfahrung hat mir geholfen, meinen Horizont offen zu halten.»

Bereits vier Staffeln von «Auf und Davon» hat Martin Villiger mit seiner Musik begleitet. Sein neues Album, das er nur im Internet anbietet, enthält Lieder aus allen vier Staffeln.

Kaufen kann man es über seine Website (www.martinvilliger.ch) oder über Musik-Portale. Obwohl seine Stücke sehr unterschiedlich sind, zieht sich ein roter Faden durch das Album. «Jedes Land hat ein Hauptthema», erklärt er.

Martin Villiger mit Kammerorchester

Mit seiner Arbeit ist er rückblickend sehr zufrieden. «Ich hatte grosses Vertrauen in den Regisseur Markus Storrer.» Dahin gebracht, wo er heute ist, habe ihn seine positive Einstellung und auch Glück.

«Ich habe nur Musik studiert und nichts anderes.» Das Leben im Musikgeschäft sei spannend, aber auch schwierig. Viele Musiker geben irgendwann auf. «Mir bleibt zum Glück gar nichts anderes übrig, als weiterzumachen.»

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