Baden
«Martinsberg» auf der Jubiläums-Sondermarke

Für das Jubiläum «100 Jahre Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege» wurde eine Briefmarke mit dem «Martinsberg» und dem Kloster Müstair gestaltet.

Roman Huber
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Die Sonderbriefmarke mit dem Badener Martinsberggebäude.

Die Sonderbriefmarke mit dem Badener Martinsberggebäude.

zvg

Der Bau des Luzerner Architekten Armin Meili wurde in den Jahren 1952/53 am Martinsberg als Gemeinschaftshaus der seinerzeitigen BBC gebaut. Der für die 50er-Jahre typische Repräsentationsbau diente als firmeneigener Ort, wo sich die Mitarbeitenden zum Essen, zur Weiterbildung oder auch zur Unterhaltung treffen konnten. Die Räume in den drei obersten Geschossen sind gegen Süden hervorgekragt und bilden darunter eine fein abgestützte Vorhalle. Die geschwungene Wendeltreppe führt direkt in den Esssaal hinauf.

Das fertig erstellte Martinsberggebäude in Baden, Gemeinschaftshaus der Brown Boveri & Cie, im Jahr 1953. ZVG

Das fertig erstellte Martinsberggebäude in Baden, Gemeinschaftshaus der Brown Boveri & Cie, im Jahr 1953. ZVG

Bau von nationaler Bedeutung

Die Post hat anlässlich des Jubiläums der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EDK) eine Sondermarke gestalten lassen, welche die Vorhalle mit der Wendeltreppe in Kombination mit einem Ausschnitt des Rautengewölbes des Klosters Müstair zeigt. Die Sondermarke wurde von der Zürcher Grafik-Designerin Stefanie Häberli-Bachmann gestaltet und ist seit dem 5. März bei den Poststellen im Verkauf.

National gilt der Bau als einzigartiges Beispiel für den damaligen Baustil des Wohlfahrtshauses. Von den Experten wird er als eines der bedeutendsten Schweizer Gebäude der Nachkriegsmoderne eingeordnet. Als Kulturgut der Architektur steht der Meili-Bau unter Denkmalschutz.

Heute gehört der imposante Flachdachbau mit seiner speziell gerasterten Fassade und der gedeckten Aussentreppe zur Berufsfachschule und wird auch für öffentliche Anlässe genutzt. Der Bau wurde von Burkard Meyer Architekten mit viel Gespür saniert, umgebaut und erdbebensicher gemacht.

Schlimmes verhindert

Wenn auch in der föderalistischen Schweiz die Denkmalpflege Sache der Kantone ist, so war man sich auf nationaler Ebene sehr früh der Bedeutung des Bautenschutzes bewusst. Die 1880 privat gegründete Schweizerische Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler verhinderte bereits in ihrer Gründungszeit Schlimmes. Aus dieser ging im Jahr 1915 die EDK hervor, deren unabhängige Experten seither die Kantone in Fachfragen und bei Expertisen beraten und die entsprechenden Grundlagen erstellen.

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