Coronavirus

Maskenpflicht am Openair-Kino Baden: Wie handhaben das Betreiber in Aarau und Brugg?

Freiluftkino Baden setzt auf Masken an Film-Vorführungen

Freiluftkino Baden setzt auf Masken an Film-Vorführungen

Das Openair-Kino in Baden führt eine Maskenpflicht ein. Macht das Sinn? Die Betreiber erklären, wieso sie sich für diesen Schritt entschieden haben. Ziehen andere Openair-Kinos nun nach?

Das Openair-Kino in Baden führt eine Maskenpflicht ein. Die Verantwortlichen erklären, wieso sie sich für diesen Schritt entschieden haben. Von der Idee begeistert sind allerdings nicht alle Betreiber – in anderen Kinos herrscht keine Pflicht zur Schutzmaske.

Die ganz grossen Blockbuster können in Baden mittlerweile auch im Freien nur noch mit Maske verfolgt werden. Wer einen Sitz am Freiluftkino ergattern konnte, darf dort nur mit Schutzmaske aufkreuzen. Die Anzahl der Plätze wurde von 250 auf 100 beschränkt, um genügend Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten.

Der Entscheid fiel den Verantwortlichen gezwungenermassen leicht – denn für ein Kinovergnügen ohne Maske hätte die Anzahl der Plätze noch einmal um 50 reduziert werden müssen. Dazu bereit war der Betreiber Flurin Isler allerdings nicht. «Wir machen das Ganze ehrenamtlich. Nichtsdestotrotz müssen wir genügend Sitzplätze verkaufen, um überhaupt wirtschaften zu können», sagt er.

Dies wäre aber bei nur hundert besetzten Plätzen pro Abend nicht mehr möglich. Obwohl wegen der Maskenpflicht ein paar Zuschauerinnen und Zuschauer abgesprungen sind, zeigen laut Isler die meisten Verständnis für die Umstellung.

Filme werden mehrmals gezeigt

Ebenfalls eine Maske mitnehmen sollte man ans Coop-Openair-Kino in Aarau, das am Donnerstag startet. Bei ausverkauften Vorstellungen muss auch hier ein Schutz getragen werden. Damit dies allerdings nicht so schnell passiert, und die Zuschauerinnen und Zuschauer die Filme trotz Corona «oben ohne» geniessen können, wurde vorgesorgt.

Kassenschlager, die für einen Andrang von 650 Personen sorgen könnten, werden mehrmals vorgeführt. «Diese Filme zeigen wir zum Teil gleich zweimal. Somit verteilt sich das. Wir haben das Kino ausserdem eine Woche länger offen als sonst», sagt der Projektleiter Michael Schützy.

Anderen ist die Verantwortung zu gross

Wieder einen anderen Weg schlägt das Kino Odeon in Brugg ein. Am Openairkino, das noch bis Ende Juli dauert, dürfen die Masken draussen bleiben. Statt 200 werden allerdings nur halb so viele Gäste wie sonst empfangen.

Somit kann die Maskenpflicht umgangen werden. «Wir hätten die Verantwortung gehabt, darauf zu achten, dass alle eine Schutzmaske tragen. Das wollten wir nicht», sagt Betriebsleiter Stephan Filati.

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