Ennetbaden
Mättelisteg: Es gab ein wuchtiges Ja von ennet der Limmat

Der Baukredit für den Mättelisteg ist von der Gemeindeversammlung bei nur drei Gegenstimmen angenommen worden.

Roman Huber
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Zurzeit aber in weite Ferne gerückt: Der Mättelisteg.

Zurzeit aber in weite Ferne gerückt: Der Mättelisteg.

Mit 173 von insgesamt 2164 Stimmberechtigten verzeichnete die Einwohnergemeindeversammlung in Ennetbaden trotz schlanker Traktandenliste einen grösseren Aufmarsch als üblich.

Ausschlaggebend war zweifellos das Interesse an der Schulraumplanung sowie am Mättelisteg, dem regionalen Projekt einer neuen Fussgänger- und Veloüberquerung der Limmat. Dieser sorgte in jüngster Zeit für viel Gesprächsstoff in den tangierten Gemeinden Baden, Ennetbaden und Obersiggenthal, die sich zu je einem Drittel in den Bruttokredit von 3,5 Mio. Franken teilen wollten.

Ende September hatte der Obersiggenthaler Gemeinderat verkündet, dass er den Kredit für den Bau der 75 Meter langen Verbindung des Oederlin-Areal mit dem Mättelipark im Bädergebiet dem Einwohnerrat nicht wie geplant vorlegen werde, und zwar aufgrund der finanziell schwierigen Lage der Gemeinde.

Dann folgte Mitte Oktober das überraschende Nein zum Kredit im Badener Einwohnerrat. Damit ist die Realisierung dieses Vorhabens, das auch im gemeinsam von Baden und Ennetbaden verabschiedeten Entwicklungsrichtplan für das Bäderquartier figuriert, ernsthaft infrage gestellt.

Trotzdem hat der Ennetbadener Gemeinderat den Baukredit nicht von der Traktandenliste genommen. Er machte an der Gemeindeversammlung zwar deutlich, dass er vom Badener Entscheid enttäuscht, aber weiter guten Mutes sei, weil aus Obersiggenthal noch kein negativer Entscheid vorliege.

Der Tenor an der Gemeindeversammlung war einhellig: Der Nutzen der Verbindung zwischen den drei Gemeinden für Fussgänger und Velofahrer sei angesichts einer Neuüberbauung im Oederlin-Areal und dem neuen Thermalbad auf der Badener Seite ausgewiesen.

Ein wichtiger Punkt, was den zeitlichen Horizont betrifft, ist der vom Bund angesagte Beitrag aus dem Agglomerationsfonds in der Höhe von über einer halben Million Franken. Denn dieser könnte bis ins Jahr 2018 verfallen, wenn das Projekt bis dann nicht realisierungsfähig wäre, und müsste neu ausgehandelt werden.

Ja zur Schulraumplanung

Die Stimmberechtigten von Ennetbaden sagten an der Gmeind ebenso deutlich Ja zur Schulraumplanung, wie sie der Gemeinderat mit seinem Kreditantrag über 950 000 Franken vorgelegt hatte.

Damit gaben sie grünes Licht für die Sanierung der beiden Schulhäuser und der Projektierung eines Neubaus. Für diesen soll sogleich ein Studienauftrag erfolgen.

Eine rege Diskussion entstand vor allem darum, weil für den Bau das gemeindeeigene Haus an der Grendelstrasse 11 geopfert werden soll.

Ein Antrag wollte denn stattdessen den Neubau auf dem Spielplatz realisieren lassen. Doch die klare Mehrheit folgte dem Antrag des Gemeinderates und genehmigt schliesslich den Planungskredit bei einer einzigen Gegenstimme.

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