Baden
Maturaarbeit zum Thema Lebensmittelverschleiss

Die Viertklässler der Kantonsschule Baden arbeiteten während dreier Semester an ihren Maturaarbeiten – diese Woche stellten sie ihre Projekte an der Schule vor. Diese reichen vom Theaterstück bis zum mühlespielenden Roboter.

Andrea Ebneter
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Dino Imhof, Hannah Adams und Lukas Groth (v.l.) haben ein Lernmodul für Schulklassen entwickelt.

Dino Imhof, Hannah Adams und Lukas Groth (v.l.) haben ein Lernmodul für Schulklassen entwickelt.

AEB

Ein Drittel aller Lebensmittel landet im Müll. Ausgehend von diesem Fakt haben sich Hannah Adams, Lukas Groth und Dino Imhof während knapp eines Jahres mit dem Verschleiss von Lebensmitteln befasst. Sie sind sich einig: «Der Konsument ist schuld am Verschleiss - wir haben zu viel Auswahl an Lebensmittel», sagt Groth. «Die Konsumenten sind die höchste Macht», hängt Imhof an.

In ihrer Arbeit haben die drei ein Lernmodul entwickelt. Ein Modul, das für Schulklassen mit 13- bis 15-Jährigen konzipiert ist und das den Jugendlichen das Thema Lebensmittelverschwendung nahe bringen soll. «In einer Schulklasse erreichen wir viele Leute auf kleinem Raum», sagt Groth.

Vom Spiel zu Postern und Film

Das Lernmodul beinhaltet fünf Tools. Im ersten Tool bearbeitet jede Schülerin, jeder Schüler für sich Theorieblätter. «Darin geht es um den Verschleiss weltweit und die Schüler merken, was sie bereits wissen - oder eben nicht», sagt Groth. Im zweiten Tool wird gespielt: In einem Leiterlispiel gilt es je nach Feld entweder Wissens- oder Schätzfragen aus dem Alltag zu beantworten - über Flugzeuge oder das Lichter-brennen-Lassen. Das Quiz danach bildet das dritte Tool.

Im nächsten Tool gestalten die Schüler Poster zu Themen wie Haushalt oder Gastronomie. «Sie sollen Lösungsvorschläge zur Vermeidung vom Lebensmittelverschleiss erarbeiten», erklärt Adams.

Im fünften und letzten Teil wird ein Film gezeigt - selbst gedreht von Hannah Adams, Lukas Groth und Dino Imhof. Darin erzählt eine sprechende Kartoffel, wie Lebensmittel richtig eingekauft, gelagert und die Reste optimal verwertet werden. Das Lernmodul unter www.swisseduc.ch/allgemeinbildung.