Flachsee

Maturandin weiss Lösung für Schwanenproblem

Die vielen Schwäne am Flachsee müssen nicht abgeschossen werden. Vorausgesetzt die Behörden bekommen die Fütterung der Tiere in Griff. Das hat eine ehemalige Kantischülerin in ihrer mathematischen Maturaarbeit herausgefunden.

Ein Aufschrei der Empörung ging durch den Aargau, als die kantonale Jagdverwaltung vor zwei Jahren den Abschuss von sechs Höckerschwänen in Rottenschwil AG bewilligte. Das Problem: die Schwäne aus dem Flachsee machten es sich auf den Feldern der Bauern im Umland bequem, frassen die Ernte weg und verrichteten ihr Geschäft in den Wiesen.

Auch im letzten Jahr entworfenen «kantonalen Massnahmenplan zur Schwanenschadenverhütung», ist der Abschuss der Tiere kein Tabu - aber erst dann, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Mathematische Formel

Um aufzuzeigen, dass man nicht gleich den Tieren ans Gefieder muss, hat sich Vera Stalder aus Nussbaumen in ihrer Maturarbeit den Höckerschwänen gewidmet. Die ehemalige Schülerin der Kantonsschule Baden hat mit mathematischen Formeln simuliert, wie man die Schwanenpopulation regulieren kann. Dies berichtet das Regionaljournal von «Radio DRS».

Sie stellte die Faktoren Futterangebot, Alterung und Abschuss einander mathematisch gegenüber. Das Fazit der Berechnung: Einzig mit dem Nahrungsangebot kann man den Bestand der Tiere regulieren. Das heisst: Solange die Höckerschwäne gefüttert werden, vermehren sie sich überproportional.

Auszeichnung erhalten

Beim Amt für Jagd und Fischerei Aargau ist man interessiert an den neuen Erkenntnissen und hat die Arbeit auch gleich bestellt.

Stalder hat für ihre Erkenntnisse von der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft eine Auszeichnung erhalten. Wie ihre Mutter gegenüber «aargauerzeitung.ch» am Telefon berichtet, studiert sie heute an der ETH Zürich - wen erstaunts - Mathematik. (jep)

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