«Max und Moritz» haben die Architekten Ernst Niklaus Fausch Aarau und Zürich ihren Vorschlag für den Neubau des Schulhauses Zehentenhof genannt. Nachdem es im Wettbewerbsverfahren ausgewählt und vom Einwohnerrat bewilligt wurde, müssen nun noch die Stimmberechtigten darüber entscheiden und den Baukredit von 25,445 Millionen Franken bewilligen.

Nach 60 Jahren ein Abbruchobjekt

Das Schulhaus Zehntenhof ist auf 10 Klassen zu 16 Schülerinnen und Schülern ausgelegt. Es wurde 1962 gebaut und 1980 saniert und erweitert. Doch schon heute ist der Bau aus der einer Zeit, wieder sanierungsbedürftig (siehe Nachgefragt, rechts). Er stammt aus einer Zeit, in der Bauqualität und Isolationen einen weniger hohen Stellenwart hatten.

Zudem fehlen dem Gebäude Schul- und Nebenräume, eine zweite Fluchttreppe, ein Lift und eine zeitgemässe Isolation. Aus der Machbarkeitsstudie resultierte schliesslich ein Neubau als beste Varianten. Worauf ein Wettbewerb lanciert wurde, aus dem «Max und Moritz» als Sieger hervorging.

Die Schulraumplanung und der Wechsel auf das System 6/3 führte zum Entscheid, das neue Schulhaus Zehntenhof zum Mittelstufenzentrum zu machen. Künftig werden dort rund 350 Jugendliche der 5. und 6. Schuljahre unterrichtet.

Das neue Zehntenhof wird zum Mittelstufenzentrum der gesamten Gemeinde. Eine Idee, die nicht bei allen Leuten angenommen war. Der Versuch, die zentrale Mittelstufe mit einer Volksinitiative zu verhindern, ist im Frühjahr gescheitert.

Bezugsbereit im Sommer 2016

Unter der Voraussetzung, dass die Stimmberechtigten das Vorhaben genehmigen, wird im kommenden Jahr das Projekt ausgearbeitet. Im Oktober 2014 sollen die Abbrucharbeiten beginnen und ab November 2014 das neue Schulhaus gebaut werden. Im Sommer 2016 solle dieses bezugsbereit sein. Während der Bauzeit werden die Jugendlichen in den Provisorien bei der Schulanlage Margeläcker unterrichtet. Momentan werden in diesen Containern die Jugendlichen Schulanlage Margeläcker unterrichtet.

Auf dem Dach des neuen Schulhauses plant das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen (EWW) eine Photovoltaikanlage. Die Anlage wird rund 1200 Quadratmeter gross und eine Nennleistung von zirka 215 Kilowattpeak (kWp, maximale Leistung) aufweisen. Damit sollten pro Jahr rund 182 000 Kilowattstunden (kWh) Strom produziert werden können. Das EWW wird die Anlage erstellen und betreiben, der Baukredit von 374 000 wurde bereits bewilligt.

Urnenabstimmung: Baukredit Schulhaus Zehntenhof, 24. November.

Herr Huser, die Schulanlage Dorf umfasst die Schulhäuser Dorf, Lägern und Zehntenhof. Die über 100 Jahre alten Schulhäuser Dorf und Lägern wurden erfolgreich saniert. Dagegen muss das erst rund 60 Jahre alte Schulhaus Zehntenhof ersetzt werden, eine Sanierung wäre zu teurer. Was unternehmen Sie, dass das neue Schulhaus Zehntenhof in 60 Jahren nicht auch ein Abbruchobjekt ist? Das bestehende Schulhaus wurde zum damaligen Stand der Baukunde und den schulischen Bedürfnissen gebaut. Mit der Veränderung der Gesellschaft haben sich neue pädagogische und räumliche Anforderungen ergeben, die auch von der Bevölkerung mit einer Abstimmung genehmigt worden sind. Wenn die Bedürfnisse sich künftig nicht komplett ändern, wird das neue Schulhaus Zehntenhof ein nachhaltig nutzbares Gebäude sein. Wir verwenden langlebige und ökologische Materialien. Der Terminplan des neuen Schulhauses ist sehr straff. Wie gewährleisten Sie, dass es zu keinen Verzögerungen kommt? Mit einer effizienten Projektorganisation, welche gegenüber dem Gemeinderat verantwortlich ist für die Einhaltung von Qualität, Kosten und Terminen, wird es möglich sein. Wichtig wird sein, dass alle Entscheide ohne Verzögerungen verbindlich gefällt werden können. Momentan wird die Schulanlage Margeläcker ausgebaut. Wie gestalten sich die Bauarbeiten? Die Bauarbeiten sind gut angelaufen. Die bisher erfolgten Arbeitsvergaben sind innerhalb des vom Volk genehmigten Kredites. Der Gemeinderat hat an der gestrigen Sitzung die Baubewilligung für die Aufstockung des Schulhauses 1 erteilt. Er geht davon aus, dass die Baubewilligung Ende Dezember rechtskräftig wird und die vorbereitete Detailplanung umgesetzt werden kann. Interivew: Dieter Minder, Foto: Emanuel Freudiger (Archiv)

Nachgefragt bei Daniel Huser, Gemeinderat Ressort Bau

Herr Huser, die Schulanlage Dorf umfasst die Schulhäuser Dorf, Lägern und Zehntenhof. Die über 100 Jahre alten Schulhäuser Dorf und Lägern wurden erfolgreich saniert. Dagegen muss das erst rund 60 Jahre alte Schulhaus Zehntenhof ersetzt werden, eine Sanierung wäre zu teurer. Was unternehmen Sie, dass das neue Schulhaus Zehntenhof in 60 Jahren nicht auch ein Abbruchobjekt ist? Das bestehende Schulhaus wurde zum damaligen Stand der Baukunde und den schulischen Bedürfnissen gebaut. Mit der Veränderung der Gesellschaft haben sich neue pädagogische und räumliche Anforderungen ergeben, die auch von der Bevölkerung mit einer Abstimmung genehmigt worden sind. Wenn die Bedürfnisse sich künftig nicht komplett ändern, wird das neue Schulhaus Zehntenhof ein nachhaltig nutzbares Gebäude sein. Wir verwenden langlebige und ökologische Materialien. Der Terminplan des neuen Schulhauses ist sehr straff. Wie gewährleisten Sie, dass es zu keinen Verzögerungen kommt? Mit einer effizienten Projektorganisation, welche gegenüber dem Gemeinderat verantwortlich ist für die Einhaltung von Qualität, Kosten und Terminen, wird es möglich sein. Wichtig wird sein, dass alle Entscheide ohne Verzögerungen verbindlich gefällt werden können. Momentan wird die Schulanlage Margeläcker ausgebaut. Wie gestalten sich die Bauarbeiten? Die Bauarbeiten sind gut angelaufen. Die bisher erfolgten Arbeitsvergaben sind innerhalb des vom Volk genehmigten Kredites. Der Gemeinderat hat an der gestrigen Sitzung die Baubewilligung für die Aufstockung des Schulhauses 1 erteilt. Er geht davon aus, dass die Baubewilligung Ende Dezember rechtskräftig wird und die vorbereitete Detailplanung umgesetzt werden kann. Interivew: Dieter Minder, Foto: Emanuel Freudiger (Archiv)