Die Badener Gastroszene verändert sich weiter: Seit das Modegeschäft «Wild & Solivo» im Frühjahr von der Stadtturmstrasse an den unteren Bahnhofplatz umgezogen ist, steht das markante Ecklokal im Gstühlcenter leer. Jetzt ist klar, wer hier einzieht: Bei der städtischen Abteilung Planung und Bau liegt derzeit ein Baugesuch für die Umnutzung in ein Restaurant auf.

Als Bauherrin tritt die Me Gusta Gastro AG mit Sitz in Zug auf, zu der auch das «Me Gusta» im Kunstgüetli an der Stadtturmstrasse gehört. Dahinter stehen allerdings drei Badener: Fehmi Petrus, der seit 10 Jahren das «Beautyhouse Baden» im Gstühlcenter führt, sein Neffe Stefan Konutgan, der als Geschäftsführer die Burgerbar «Manito» am Schlossbergplatz betreibt, sowie Josef Özmen, ebenfalls Gastronom.

Stefan Konutgan, der bisher das Burgerlokal Manito am Schlossbergplatz betreibt, expandiert auf die andere Seite des "Blinddarms".

Stefan Konutgan

Stefan Konutgan, der bisher das Burgerlokal Manito am Schlossbergplatz betreibt, expandiert auf die andere Seite des "Blinddarms".

Wie das Restaurant heissen wird und wie genau das Konzept des neuen Lokals aussehen soll, verrät Stefan Konutgan auf Nachfrage noch nicht. Aber so viel kann der 29-Jährige schon sagen: «Es wird ein mediterranes, vom Nahen Osten und der libanesischen Küche inspiriertes Angebot geben.»

Er werde zwar das Gesicht des neuen Lokals sein, wolle sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund rücken: «Ich bringe die Erfahrung vom Manito mit, ich kann etwas aufbauen. Aber wir sind ganz klar zu dritt am neuen Standort.»

Lebensmittel aus der Region

Wie schon im «Manito» soll es laut Konutgan im neuen Lokal Lebensmittel von regionalen Kleinanbietern geben, soweit es möglich ist. Das Restaurant soll laut Baugesuch rund 120 Sitzplätze umfassen. Konutgan gerät ins Schwärmen, wenn er vom Lokal spricht: «Es gibt für unsere Pläne keine schönere Location. Wenn man hier rein kommt, fühlt man sich wohl.» Das Galeriegeschoss und die hohen, lichtdurchfluteten Räume seien perfekt.

«Wenn das Baugesuch bewilligt ist, möchten wir möglichst bald mit dem Umbau beginnen. Die Infrastruktur ist jetzt noch gleich Null.» Im ehemaligen Kleidergeschäft gibt es derzeit noch keinen Wasseranschluss, auch eine Küche und eine Bar müssen eingebaut werden.

Stefan Konutgans Traum wäre es, bereits im Oktober oder November die ersten Gäste begrüssen zu können. Ziel sei es aber auf jeden Fall, das neue Lokal noch in diesem Jahr zu eröffnen. Während der Bauphase wollen die Gastronomen das Publikum mit grossflächigen Plakaten auf ihr Angebot neugierig machen.

Wird es hier auch Aussensitzplätze geben, wie beim «Manito» am Schlossbergplatz? «Das ist ein zweiter Schritt, den wir im Winter planen werden. Jetzt möchten wir möglichst bald loslegen. Unser Motto lautet ‹Aus Leidenschaft›», sagt Konutgan. «Das wollen wir leben und stecken viel Liebe in unser Lokal.»