Wettingen
Mehr Spielraum für Grundbesitzer: Landstrasse kann aufgewertet werden

Die «Schlagader» Wettingens kann aufgewertet werden: Der Regierungsrat genehmigt die neue Nutzungsplanung der Landstrasse.

Carla Stampfli
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Visualisierung Landstrasse Wettingen
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Untere Landstrasse bei der Haltestelle Langenstein mit Blickrichtung Baden Untere Landstrasse bei der Haltestelle Langenstein mit Blickrichtung Baden
Untere Landstrasse mit Kernfahrbahn im Bereich des Fussgängerstreifens Neustrasse Untere Landstrasse mit Kernfahrbahn im Bereich des Fussgängerstreifens Neustrasse
Zentrumsabschnitt mit Mehrzweckstreifen und neu angeordneter Parkierung Zentrumsabschnitt mit Mehrzweckstreifen und neu angeordneter Parkierung

Visualisierung Landstrasse Wettingen

zvg

Die Landstrasse in Wettingen ist nicht nur Wohn-, Arbeits- und Einkaufsort, sondern auch eine regionale Hauptverkehrsachse. Nun ist klar, dass sie aufgewertet werden kann: Der Regierungsrat hat die «Teiländerung Nutzungsplanung Landstrasse» genehmigt. «Die Basis ist nun gelegt», sagt Gemeindeammann Roland Kuster (CVP). Damit könne die Landstrasse attraktiver gestaltet und dadurch das Wohlbefinden gesteigert werden. Gleichzeitig eröffne die neue Nutzungsplanung Grundeigentümern entlang der Landstrasse Anreize für Investitionen in ihre Liegenschaften.

Die Landstrasse, die Kuster als «Schlagader» Wettingens bezeichnet, ist seit längerem ein Sorgekind der Gemeinde: Sie hat in Vergangenheit an Attraktivität eingebüsst. Auch erschwerten baurechtliche Vorschriften die qualitative Innenentwicklung. Um die Landstrasse aufzuwerten und zu revitalisieren, wurde 2014 ein Masterplan verabschiedet. Dieser wurde in einem mehrjährigen Planungsprozess mit der Bevölkerung, Gewerbetreibenden und Grundeigentümern erarbeitet. Die «Teiländerung Nutzungsplanung» basiert auf dem Masterplan und schafft nun die baurechtlichen Voraussetzungen.

Die Vorlage sieht unter anderem vor, dass jedes Bauprojekt seinen Beitrag an die gestalterische Aufwertung der Landstrasse leisten soll. Weiter sind an wichtigen Knoten höhere Bauten möglich, publikumsorientierte Nutzungen in den Erdgeschossen sind im Zentrum Pflicht. Dort wird auch bei Neubauten der Raum zwischen Gebäude und Strasse durch Arkaden vergrössert. Angesichts der Komplexität und der grossen Anzahl Betroffener sei es sehr erfreulich, dass die Teiländerung innerhalb von nur zwei Jahren zur Genehmigung geführt werden konnte, sagt Kuster.

Zur Aufwertung der Landstrasse wird in naher Zukunft auch deren Sanierung und Umgestaltung beitragen. Das Konzept, bei dem der Kanton federführend ist, liegt bereits vor. Gemäss Kuster soll das Bauprojekt im nächsten Jahr folgen.

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