Die Badener Hotels befinden sich weiter im Hoch: Von Januar bis Oktober 2018 stieg die Logiernachtzahl gegenüber derselben Vorjahresperiode um 10,9 Prozent an. 94'453 Übernachtungen wurden nach zehn Monaten des laufenden Jahres gezählt, wie Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing der Stadt Baden, auf Nachfrage mitteilt. Noch liegen die Zahlen der Monate November und Dezember nicht vor, doch die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass 2018 eine Grenze überschritten wird: Erstmals seit fast drei Jahrzehnten dürften die Badener Hotels wieder mehr als 100'000 Übernachtungen pro Jahr zählen. 2017 war diese Marke noch knapp verpasst worden (99'566 Logiernächte).

Der erneute Anstieg sei nicht auf das neu eröffnete Hotel Ibis in Neuenhof zurückzuführen, betont Thomas Lütolf. Dieses sei zwar Mitglied der Interessengemeinschaft Hotels Region Baden, in der Statistik aber nicht miteinberechnet. Die Zahl der in der Statistik berücksichtigen Zimmer und Betten liege wie im Vorjahr bei 442 beziehungsweise 712. Und eine weitere Marke könnte in diesem Jahr geknackt werden: die durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Sie betrug von Januar bis Oktober 2,02 Nächte. Falls dieses Niveau gehalten werden kann, wird der Wert aus dem Jahr 2017 übertroffen (1,93 Nächte).

Viele Deutsche und Amerikaner

Schweizerinnen und Schweizer machten den grössten Teil der Gäste in Badener Hotels aus (30 Prozent), an zweiter Stelle stehen Touristen aus Deutschland (11 Prozent) und den Vereinigten Staaten (5 Prozent).

Die Übernachtungszahlen in Baden schwankten in den vergangenen rund 30 Jahren stark. 1986, als der Bädertourismus noch blühte, lag die Logiernachtzahl bei rund 120'000. Nachdem der Verenahof im Bäderquartier geschlossen hatte, brach die jährliche Übernachtungszahl innert kurzer Zeit um 40'000 ein. Ein Tiefpunkt wurde 2003 mit weniger als 60'000 Übernachtungen erreicht. Insbesondere in den vergangenen vier Jahren verzeichnet die Badener Hotellerie stark steigende Gästezahlen beziehungsweise jährlich zweistellige Wachstumsraten, nicht zuletzt dank Businessgästen (die AZ berichtete). Sobald das neue Thermalbad eröffnen wird –  also voraussichtlich 2021 – dürften die Übernachtungszahlen weiter zunehmen.