Die Botschaft war ziemlich deutlich an der Infoveranstaltung zur bevorstehenden Gemeindeversammlung. Die Landi kann im heutigen Gebäude an der Ecke Bahnhof-/Landstrasse nicht überleben.

«Die Verkaufsflächen sind zu klein und die Räumlichkeiten nicht mehr zeitgemäss», sagte Gemeindeammann Anton Möckel (parteilos). Längst hat die Landi Furt- und Limmattal Genossenschaft auf dem Areal Grosszelg bei der heutigen Landi-Tankstelle an der Grosszelgstrasse ein Stück Land gekauft, um dort einen Neubau zu realisieren. Die Tankstelle würde übernommen und einen zusätzlichen Shop bekommen.

Einer der Haken an der Sache ist, dass dieses Land in der Gewerbezone liegt und nur «mässig störende Betriebe» zulässig sind. Deshalb beantragt der Gemeinderat an der kommenden Gemeindeversammlung, dieses Land in der Nutzungsplanung als Standort für mittelgrosse Verkaufsnutzungen aufzuführen. Die Anforderungen an die Verkaufsnutzung werden in der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) geregelt. Unter anderem ist eine Gestaltungsplanpflicht vorgesehen.

Im Rahmen eines Erschliessungs- und Freiraumgestaltungskonzepts soll die Möglichkeit respektive Verpflichtung geschaffen werden, das Bahnhofareal ebenfalls aufzuwerten.

Mehr Verkehr und Linksabbieger

Ein zweiter Haken ist die Sache mit dem Verkehrsknoten Bahnhof/Landstrasse und dem Bahnübergang mit der Barriere. Mit der neuen Landi wird auch mehr Verkehr am Knoten Bahnhof-/Landstrasse entstehen.

Doch dieser Mehrverkehr darf den Verkehr auf der Landstrasse als Kantonsstrasse nicht beeinträchtigen. Deshalb ist es erforderlich, auf der Einmündung von der Bahnhof- in die Landstrasse eine Linksabbiegerspur einzuzeichnen. Die Umgestaltung soll vorerst mittels einer Übergangslösung erfolgen. Die definitive Lösung soll mit der Neugestaltung der Landstrasse im Abschnitt vom Bahnübergang bis ins Dorfzentrum umgesetzt werden.

Der dritte Haken am Landi-Neubau ist eine hängige Einsprache, wobei der Einsprecher den neuen Standort generell ablehnt, weil er befürchtet, dass die Landi zu viel zusätzlichen Verkehr generiert. Der Gemeinderat kann jedoch keinen Entscheid fällen. Denn zuerst muss die Gemeindeversammlung die eingangs erwähnte Teiländerung der Nutzungsplanung genehmigen.

«Es obliegt quasi der Bevölkerung, zu entscheiden», bringt Anton Möckel die Sachlage auf den Punkt. Sagt das Stimmvolk nein, erübrigt sich die Einsprache. Genehmigt sie die Teiländerung und sagt damit Ja zum neuen Landi-Standort, obliegt es dem Einsprecher, gegen diesen Entscheid das Referendum zu ergreifen oder seine Einsprache erneut einzureichen.