Mellingen

«Meine Cartoons können Verdauungsprobleme hervorrufen»

«Grob’s Feinheiten und Richard’s nicht schrottreife Spielereien»: Die neue Ausstellung des Ortsmuseums lockte viele Neugierige an. CFR

«Grob’s Feinheiten und Richard’s nicht schrottreife Spielereien»: Die neue Ausstellung des Ortsmuseums lockte viele Neugierige an. CFR

In Mellingen wurde die Vernissage von «Grob’s Feinheiten und Richard’s nicht schrottreife Spielereien» eröffnet. Zu betrachten gibt es Cartoons von Fred Grob und die Skulpturen von Claude Richard.

«Eine Karikatur sagt etwas aus – genauso wie eine Skulptur», mit diesen Worten eröffnet Ernst Busslinger vom Verein Forum Stadtscheune Mellingen die Vernissage von «Grob’s Feinheiten und Richard’s nicht schrottreife Spielereien».

Der Vorstand schätze sich glücklich, dass sich ihre beiden Wunschkandidaten für eine gemeinsame Ausstellung gefunden hätten. Beide Künstler verstünden es, die Neugier der Betrachter zu wecken, sie aufzufordern sich auf das Ungewöhnliche einzulassen, um sich dann den humorvollen aber auch kritischen Werken zu stellen.

Fred Grob: «Meine Cartoons können durchaus Verdauungsprobleme hervorrufen. Um dem entgegenzuwirken, erzähle ich Ihnen ein paar Witze.» Denn Fred Grob, Diakon und Gefängnisseelsorger, ist überzeugt, dass sein Gott es gerne lustig habe. Sonst hätte er gewisse Menschen nicht erschaffen.

Ausgleich zur Kopflastigkeit

Auch Claude Richard liegt daran, mit seinen etwa aus alten Schaufeln, Bürsten und Rädern geschaffenen Skulpturen ein Lächeln auf das Gesicht der Betrachter zu zaubern. Was den beiden Künstler anlässlich der Vernissage auch wunderbar gelang. Fred Grobs Hang zur Karikatur zeichnete sich bereits in der Primarschule ab – hatten doch schon damals seine Menschen ungewöhnlich lange Nasen. Was seiner Lehrerin gar nicht behagte.

Christliche Gedanken vermitteln

Doch Grob blieb seiner Linie treu, hatte mit 20 Jahren seine erste und mit 40 Jahren seine zweite Ausstellung. Mit seinen Cartoons möchte er die Menschen auf Gefahren aufmerksam machen und ihnen christliche Gedanken vermitteln. Claude Richard hat vor 15 Jahren als Ausgleich zu seiner kopflastigen Tätigkeit mit dem Schaffen von Gips- und Drahtskulpturen begonnen. Inzwischen hat er sich dem Verarbeiten von alten Werkzeugen und allem, was er findet, verschrieben. Er habe jeweils keinen Plan, was er kreieren könnte. Das ergebe sich aus dem Material.

Ortsmuseum Mellingen Bis 4. März.

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