Mellingen
Mellingen: An der Schweizermeisterschaft waren die Jungen gut vertreten

In Mellingen fanden an diesem Wochenende die Schweizermeisterschaften der Pontoniere statt. Rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Schweiz haben sich gemessen.

Drucken
Teilen
Die Jungpontoniere Wynau
8 Bilder
Die Schweizermeisterschaften der Pontoniere in Mellingen

Die Jungpontoniere Wynau

Der Wettkampfparcours, der dabei absolviert wurde, kann mit einem Hindernislauf auf dem Wasser verglichen werden: Jeder Fahrtrupp - bestehend aus zwei Wettkämpfern - musste verschiedene Posten möglichst schnell oder möglichst präzise ausführen.

Dazu gehörte etwa das Umfahren eines markierten Felsens, die Durchfahrt zwischen markierten Brückenpfeilern oder die Landung auf einem bestimmten Ziel. Aufgaben, für die es sowohl Geschicklichkeit, Kraft, Teamgeist als auch Köpfchen benötigt. «Diese Vielfältigkeit ist wohl mit ein Grund, wieso die Pontoniere nicht mit grossen Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben», weiss Pascal Graf Ok-Präsident der Schweizermeisterschaft der Pontoniere.

So waren auch am eidgenössischen Wettkampfparcours in Mellingen rund die Hälfte der Teilnehmenden Jungpontoniere bis zum 20. Lebensjahr. Eine stolze Anzahl, vor allem da der Parcours für die Jungen «nur» ein normaler Wettkampf war: Die Schweizermeister der drei Jungpontoniere-Kategorien I-III werden erst im September in Schönenwerd ermittelt. An der Schweizermeisterschaft in Mellingen kämpften so ausschliesslich die Kategorie C (Aktive zwischen 21-42 Jahre), die Kategorie D (Veteranen ab 43 Jahren) und die Kategorie F (Frauen ab 15 Jahren) um den Titel des nationalen Meisters.

Verschiedene Boote

Zentraler Unterschied zwischen den Jungpontonieren und den Pontonieren ist das Boot. Während die Aktiven und Veteranen für die Wasserfahrten sogenannte Übersetzboote verwenden, fahren die Jungpontoniere und Frauen in Weidlingen übers Wasser.

Ein Weidling ist schmaler, handlicher und leichter als ein Übersetzboot. Dass die Jungpontoniere Spass an dem Sport haben, ist gemäss Pascal Graf auch dem alljährlich durchgeführten eidgenössischen Jugendlager zu verdanke und der Möglichkeit, im Rahmen dieses Lagers die Motorbootprüfung zu absolvieren. «Ein Gross-Anlass wie dieser ist natürlich auch die beste Werbung für den Sport», meint Graf lachend.

Vor allem natürlich, wenn er so reibungslos abläuft wie am vergangenen Wochenende. Ausser einer kleinen Boots-Kollission auf dem Wasser - ohne Verletze - verlief der Anlass ohne Zwischenfälle. Dies obwohl das Wetter den rund 300 Helferinnen und Helfern neben den allgemeinen Aufbauarbeiten noch zusätzliche Arbeit bescherte. «Durch die starken Niederschläge am Mittwoch stieg das Wasser in der Reuss um einen Meter an. Dadurch mussten wir den Parcours nachträglich noch anpassen», erzählt Pascal Graf.

Aktuelle Nachrichten