Im Rahmen der Mellinger Gemeindeversammlung vom Mittwochabend informierte Gemeinderat René Furter (SVP) die 67 anwesenden Stimmberechtigten über die Zukunft der Schule Mellingen: So hat die Schulraumplanung gezeigt, dass es in der Schulanlage Kleine Kreuzzelg ein zusätzliches Schulhaus braucht. Bisher hoffte man, dass eine Sanierung und Erweiterung der bestehenden zwei Schulhäuser ausreichen würde. «Doch die Schülerzahlen steigen und die Klassengrössen bewegen sich in Richtung Obergrenze», sagt Furter. Deshalb will man die Erweiterung auch zwei Jahre früher als geplant in Angriff nehmen. «Die Bevölkerung ist schneller gewachsen als prognostiziert, deshalb müssen wir auch den Schulraum früher bereitstellen können.»

24 Millionen Franken für Schule

Vorgesehen ist nun ein neues Primarschulhaus zu bauen und das bestehende Primarschulhaus sowie das alte Oberstufenschulhaus zweckmässig umzubauen, sodass anschliessend beide für die Oberstufe zur Verfügung stehen. Die Investitionen inklusive Projektierungskredite werden sich auf rund 24 Millionen Franken belaufen. 17 Millionen Franken sind für das neue Primarschulhaus vorgesehen sowie 3 Millionen Franken für Umbauten in den bestehenden Schulhäusern. «Wir sind uns bewusst, dass dies für die Gemeinde ein grosser finanzieller Brocken ist, gerade auch, weil wir erst 2015 die Erweiterung der Schulanlage an der Bahnhofstrasse für 18,7 Millionen Franken abgeschlossen haben», sagt Furter. Man habe aber verschiedene Varianten geprüft. «Mit der Jetzigen können wir die ursprünglich vorgesehene Sanierung des alten Oberstufenschulhauses noch einige Jahre aufschieben und erhalten gleichzeitig den zusätzlichen Schulraum, den wir brauchen», erklärt Furter.

Vorgesehen ist, die Projektierungskredite an der Wintergmeind zu beantragen. «Der Zeitplan ist relativ eng», sagt Furter. Die neuen Schulzimmer sollen bereits auf das Schuljahr 2021/22 bezugsbereit sein. Derzeit läuft ein Studienauftrag mit sieben Architekturteams.

Alle Anträge angenommen

Die 67 Stimmberechtigten haben die Jahresrechnung wie auch die beiden Zusatzkredite für den Ausbau der Jurastrasse (270 000 Franken) und die Werkleitungen für die Sanierung der Oberen Bahnhofstrasse (100 000 Franken) mit grosser Mehrheit genehmigt. Ausserdem hiessen die Anwesenden den Verkauf der gemeindeeigenen Gemeinschaftsantennenanlage in der Altstadt und die Aufhebung des damit verbundenen Reglements mit grosser Mehrheit gut. Die Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.