Bezirksschule Mellingen
Mellingen: Drei Jugendliche nach Schulfest im Spital

Nachdem Schüler an einem Schulfest Softdrinks getrunken haben, beklagten sie sich über starke Bauchschmerzen und Übelkeit. Drei Schüler mussten darauf in Spitalbehandlung. Waren es K.O.-Tropfen?

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Eigentlich hätte es ein vergnügliches Schulfest werden sollen, doch Schülern und Lehrpersonen der Bezirksschule Mellingen-Wohlenschwil verging am Freitagabend die Lust zum Feiern. «Plötzlich wurde es über zehn Jugendlichen schlecht», berichtet die Schulleiterin Brigitta Roth.

Die Schüler hätten nach der Konsumation von Softdrinks über starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit geklagt. Die anwesenden Lehrpersonen um Schulleiter Stefan Lüpold reagierten schnell. «Wir brachen das Fest vorzeitig ab und haben die Eltern der Schülerinnen und Schüler informiert», sagt Roth.

Die Jugendlichen wurden nach Hause gefahren, für zwei Schüler musste jedoch die Ambulanz gerufen werden. «Sie wurden zur Sicherheit und zu weiteren Abklärungen ins Kantonsspital Baden eingeliefert», sagt Roth. Ein weiteres Kind wurde später von seinen Eltern ins Spital gebracht.

Polizei steht vor Rätsel

Auch die Kantonspolizei wurde eingeschaltet und führte Ermittlungen vor Ort durch, wie Tele M1 berichtet. «Wir vermuten, dass mit den Getränken etwas nicht in Ordnung war», sagt Mediensprecher Bernhard Graser gegenüber az. Was mit den alkoholfreien Softdrinks nicht stimmte, ist aber noch unklar.

«Bei verdorbenen Lebensmitteln wäre zu erwarten, dass mehr als ein Dutzend Schüler betroffen ist», so Graser. Ob denn K-o-Tropfen als Ursache denkbar seien? «Die Kantonspolizei geht momentan nicht von K-o-Tropfen aus», verneint Graser.

«Die dann zu erwartenden Symptome wären vor allem Bewusstseinsverlust, was aber bei keinem Schüler gegeben war.» Zudem fielen die Ergebnisse der ersten Drogentests negativ aus, was gegen beigemischte drogenähnliche Substanzen in den Getränken spreche.

Testergebnisse abwarten

Alle Jugendlichen sind inzwischen wieder wohlauf und besuchten heute Morgen den regulären Schulunterricht. Die drei hospitalisierten Schüler konnten am Samstagmorgen entlassen werden.

Der Vorfall gibt aber Rätsel auf. «Wir müssen die Resultate der im Spital durchgeführten Blut- und Urintests abwarten», so Graser, erst dann könnten klärende Aussagen gemacht werden.

Die Proben werden zurzeit vom Institut für Rechtsmedizin untersucht. Die Kantonspolizei muss sich noch etwas gedulden, die Testergebnisse werden voraussichtlich erst in vierzehn Tagen vorliegen.