Mit dem Umzug am Samstag wolle man diesem «Problem» entgegenwirken, sagt Philipp Frey, Präsident der Mellinger Karnemellipserzunft. Vor Jahren hätten bis zu 35 Nummern am Sonntagsumzug teilgenommen. «2010 waren es noch 18 Teilnehmer», erinnert sich der 35-Jährige.

Dem Umzug droht das Aus

Der Anlass in Mellingen lebt vom Publikum, das eine Plakette kauft und von den Werbeeinnahmen aus dem Fasnachtsheft. Wenn der Umzug immer bescheidener werde, schwinde die Zuschauerzahl und damit schrumpften die Einnahmen.

Den Umzug auf den Samstag zu legen, ist sozusagen der letzte Zwick an der Geissel. «Wenn wir damit nicht wieder mehr Fasnachtsfreudige zum Mitmachen und Mellinger zum Zuschauen bewegen können, wird es wohl der Letzte gewesen sein», stellt Frey bedauernd fest. Aber er ist zuversichtlich, nebst den 24 gemeldeten Nummern weitere Narren verpflichten zu können.

Gestartet wird am Samstag, 18. Februar, um 17 Uhr beim Feuerwehrmagazin. Mit der späten Startzeit nimmt man Rücksicht auf die Kinderumzüge in der Region, die am Nachmittag stattfinden.

Vom Feuerwehrmagazin gehts Richtung Lenzburgerstrasse bis zum Kreisel und weiter zum Coop. Dann biegt der Umzug rechts ab Richtung Bruggerstrasse, hinein in die Hauptgasse und zum Dessert wird die Kleine Kirchgasse besucht. Im Anschluss an den Umzug kann im «Löwen»-Saal an der FC-Party abgetanzt werden. «Heuer spannen erstmals drei Mellinger Vereine zusammen», sagt Frey erfreut.

Synergien nutzen

So konnte der gemeinsam geschmückte «Löwen»-Saal bereits für den Kinderball und die Duumesugger Nacht genutzt werden und steht nun am schmutzigen Donnerstag um 19.30 Uhr für die offizielle Fasnachts-Eröffnung sowie am Samstagabend für die FC-Party und am Montagabend für Gugger-Party zur Verfügung. Einzig die Senioren-Fasnacht wird nicht im «Löwen»-Saal, sondern am schmutzigen Donnerstag um 14 Uhr in der «Schöneck» gefeiert.