Baden
Merry Christmas: Weihnachten einmal very british

Das Kindermuseum Baden eröffnet die Ausstellung «Weihnachten in Grossbritannien» und zeigt britische Bräuche und was nicht fehlen darf an britischen Weihnachten

Marco Plüss
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Merry Christmas: Weihnachten einmal very british
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Museumsleiter Daniel Kaysel eröffnete die feierliche Vernissage
Anna (14) und Beth (17) haben eine Weihnachtsgechichte in deutscher und englischer Sprache vorgetragen.
Kinder haben sehr schöne Lieder vorgetragen.
Alice Tuckwell erzählte wie sie in England als Kind früher Weihnachten erlebt hat.
Im unteren Stock des Kindermuseums ist zum Thema Weihnachten in Grossbritannien eine wunderschöne Ausstellung zu sehen.
Auch die Daily Mirror darf neben dem Weihnachtsbaum nicht fehlen.
Zum Apéro gab es an der Vernissage viele herrliche Spezialitäten.
Auch das Londoner Taxi darf vor dem Muesum nicht fehlen.

Merry Christmas: Weihnachten einmal very british

Marco Plüss

Geschmückte Kaminsimse und bunte Weihnachtsbäume zeigt das Kindermuseum Baden in der Ausstellung «Weihnachten in Grossbritannien». Diese bietet vom 19. November 2016 bis zum 6. Januar 2017 wunderschöne Einblicke in britische Bräuche. Am Samstag lud das Museum zur Vernissage ein: Rund 100 Personen wohnten der feierlichen Eröffnung bei.

Stadt unterstützt Museum gerne

Stadtammann Geri Müller eröffnete den Abend und freute sich, dass das Kindermuseum immer wieder mit attraktiven Veranstaltungen aufwartet. So unterstütze die Stadt diese Institution gerne.

Daraufhin hielt Museumsleiter Daniel Kaysel in seiner Ansprache fest, dass bereits im neunten Jahr die weihnachtlichen Bräuche eines anderen Landes vorgestellt werden: Letztes Jahr wurden die schwedischen Bräuche im Museum präsentiert.

«Mit verschiedenen Veranstaltungen für gross und klein wollen wir bei uns die britischen Traditionen erlebbar machen», sagt Kaysel. So seien in Grossbritannien die wichtigsten Weihnachtsfeiertage der 25. Dezember und der Boxing Day (26.12).

Dabei schmücken ergänzend zum Weihnachtsbaum Mistelzweige, Stechpalmen und Girlanden das Haus, währenddem am Kamin die Strümpfe befestigt werden. «Diese füllt Father Christmas in der Nacht auf den 25. Dezember mit Süssigkeiten und kleinen Geschenken», so Kaysel.

Ein wichtiger Brauch: Karten

Kaysel ging auch auf einen weiteren typisch englischen Brauch ein – das Versenden von Weihnachtskarten: «Gefördert und unterstützt wurde dieser Brauch durch die im Jahr 1840 gegründete staatliche Post, die sich parallel zum stürmischen Ausbau des Bahnnetzes entwickelte.»

Neue und kostengünstige Druckverfahren senkten die Kartenpreise. So konnte man über die neuen Kommunikationssysteme seinen Bekannten und Freunden – auch im fernen Ausland – bequem Zeichen der Freundschaft zukommen lassen.

«1880 wurden so an Weihnachten bereits 11 Millionen Weihnachtskarten versandt, die zuerst den Kaminsims schmückten und dann teils in Sammelalben überlebten», erklärt Kaysel und fügt an: «Man stelle sich vor, wie in den heissen Kolonien Kartengrüsse mit weihnachtlich verschneiten Landschaften, schwebenden Engeln, Nikoläusen zwischen Stechpalmen und Misteln mit Wehmut und Heimweh aufgenommen wurden.»

Neben Weihnachtlichem auch Spielzeug

Bevor beim Apéro britische Köstlichkeiten serviert wurden, erzählte Alice Tuckwell wie sie in England als Kind früher englische Weihnachten erlebt hat.

Zwischen den Ansprachen und vor dem Apéro musizierten Kinder der Primarschule Meierhof und brachten eine schöne vorweihnachtliche Stimmung ins Kindermuseum. Neben dem Weihnachtlichen zeigt die Ausstellung auch traditionelle Volkskunst, Spielzeug und Kinderbücher.

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