Marktplatz

Mike Müller: «Badener haben einfach Gewicht»

Mike Müller, Schauspieler

«Man muss wissen, ich wäre eigentlich ganz schlank.»

Mike Müller, Schauspieler

Der Stadtrat hat zur beliebten Anschlussveranstaltung des KMU Swiss Forum geladen. Für Lacher sorgte Schauspieler und Autor Mike Müller

Nach acht Stunden Referaten, Smalltalk und Business-Lunch bildete der «Marktplatz Baden» gestern Abend den idealen Abschluss des KMU Swiss Forum. Unter dem Motto «Unternehmertum – Rückgrat der Wirtschaft» hatte der Stadtrat Baden eingeladen. Der ideale Zeitpunkt deshalb, weil es im kurzweiligen Talk mit Schauspieler und Autor Mike Müller und TV-Moderator Hugo Bigi viel zu lachen gab. Anknüpfend an die Begrüssungsworte von Stadträtin Ruth Müri (Team), wurde Müller gefragt, ob die Spanischbrödli in der neusten Staffel der TV-Serie «Der Bestatter» wirklich echt gewesen seien. «Ja, das steht so in meinem Vertrag . . . man muss wissen, ich wäre eigentlich schlank», eröffnete Müller den Talk. «Die Badener haben halt einfach Gewicht», so sein Resümee. Was denn sein Bezug zu Baden und der Region sei, wollte Bigi weiter wissen. «Als Kantischüler habe ich für ein Putzinstitut gearbeitet und für diese unter anderem die Endreinigung der Post Nussbaumen erledigt.»

Überhaupt gab es von Müller für die Region und den Kanton Aargau Bestnoten. «Anders als etwa im Kanton Zürich gibt es hier kein grosses Schauspielhaus oder noch viel schlimmer ein Opernhaus, das alle Gelder abzügelt.» Dadurch sei die Kulturszene hier vielfältig. Wie viel Unternehmer denn in ihm stecke? «Nun, ich bin in der Freien Szene gross geworden, da muss man sorgfältig budgetieren.» Und immerhin seien er und sein Kollege Viktor Giacobbo die einzigen zwei Komiker, die auch VR-Präsidenten seien – «oder zumindest geben es nur wir zu».

Ob er denn immer die Unterstützung seiner Eltern gehabt habe? «Eigentlich schon  . . . ok, mein Vater war der Meinung, ich sollte wenigstens eine Lehrerin heiraten wegen der Pensionskasse.» Natürlich sei er in seiner Karriere immer mal wieder «auf die Schnauze gefallen», aber das sei gewiss nicht so schlimm. Ob er denn keine Angst habe vor der Leere nach seiner Karriere? «Dann falle ich halt in eine Depression, dafür gibt es ja Medikamente; für irgendetwas müssen die Mäuse im Labor ja auch gelitten haben.»

Meistgesehen

Artboard 1