Gebenstorf
Millionennvestition in Schule, Sport und Kultur

13,3 Millionen Franken kostet der Umbau der alten Turnhalle und der Neubau einer Mehrzweckhalle in Gebenstorf. Dafür muss sogar der Steuerfuss angehoben werden.

Roman Huber
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Der Gemeinderat schenkt der Bevölkerung gleich reinen Wein ein: Dieser Baukredit (13,3 Mio.) macht es notwendig, im Jahr 2012 den Steuerfuss von 103 Prozent auf 108 Prozent anzuheben, und zwar für mindestens drei Jahre. «Ob man ab 2016 zum alten Steuerfuss zurückkehren kann, hängt davon ab, wie sich die Finanzlage entwickelt», sagt Gemeindeschreiber Stefan Gloor. Die Schulden werden vorübergehend auf über 10 Mio. Franken klettern.

Solidarität für den Hallenbau

Es stehen im Investitionsplan is 2020 fast 30 Mio. Franken an, meist Sanierungen von Strassen. Offen ist, ob sie alle und in dieser Zeit erfolgen werden. Grösster Brocken sind die 13,3 Mio. Franken für den Umbau der alten Turnhalle und den Neubau einer Mehrzweckhalle mit Bühne. Ein Vorhaben, auf das die 4700-Seelen-Gemeinde seit Jahren wartet. Dafür kann die Liegenschaft der alten Turnhalle Landstrasse verkauft werden.

Die Investition dient vorab der Schule. «Zudem können wir keine Grossanlässe in der Halle durchführen; die Möglichkeiten für die kulturellen wie auch die Sportvereine sind bescheiden», fasst Gloor den weitern Bedarf zusammen. Darum investiere man auch in die Standortqualität von Gebenstorf. «Für die Gemeinschaft von der Gemeinschaft», erklärt der Gemeinderat und fordert die Stimmberechtigten zur Solidarität auf.

Von langer Hand genau geplant

Der Gemeinderat hatte einen Gesamtleistungswettbewerb (für Generalunternehmer, Architekt, Ingenieur kombiniert) ausgeschrieben; sechs Anbieter qualifizierten sich
für den Wettbewerb. Kostendach: 12 Mio. Franken. Die Kosten wären basierend auf dem vorgeschlagenen Raumprogramm auf über 14 Mio. zu liegen gekommen. Die bestehende Turnhalle Brühl mit Mehrzweckräumen und Aula umzubauen und eine neue Mehrzweckhalle hinzuzustellen, erwies sich als ideale Lösung. Es brauchte eine zweite Wettbewerbsrunde für zusätzliche 170000 Franken, bei der die Kosten reduziert werden sollten. Das Projekt des Generalunternehmers Erne AG, Laufenburg, und des Büros Frei&Ehrensperger Architekten, Zürich, ging siegreich hervor.

Die Mehrzweckhalle (Dreifachhalle) wird an die bestehende Turnhalle gerückt, Alt- und Neubau verschmelzen zu einem Baukörper. Foyer und Treppenanlage können übernommen werden. Die alte Halle wird die Aula, diverse Räume für den Schulbedarf im Erd- sowie Garderoben für die neue Halle im Untergeschoss beherbergen. Die neue Halle hat eine Bühne und 600 Sitzplätze.

Mit dieser Lösung bleibt das Nutzungspotenzial auf dem Brühl-Areal vorhanden, so auch Raum für weitere Aussenanlagen; eine spätere Erweiterung der Schulanlage Brühl wird nicht verbaut. Realisiert wird in Etappen. Es braucht keine Provisorien, die alte Halle wird bis zur Inbetriebnahme der neuen benutzt.

Orientierung: Di., 16. November, 19.30 Uhr, Turnhalle Landstrasse.

Gemeindeversammlung: Fr., 3. Dezember, 20 Uhr, Turnhalle Landstrasse.