Würenlos
Mit 92 noch eine Ausstellung eröffnet

Die dritte Vernissage der Künstlerin Simone Bonzon aus Fislisbach in der «Alten Mühle» war erfolgreich. In nur einer Stunde konnten 7 Bilder verkauft werden.

Sibylle Egloff
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Simone Bonzon an ihrer Vernissage
6 Bilder
Gross und Klein bewundern die Bilder der 92-Jährigen
Die Vernissage lockte über 120 Personen in die Galerie alte Mühle
Besucher bestaunen die Werke von Simone Bonzon
Besucher an der Vernissage
Bonzon

Simone Bonzon an ihrer Vernissage

Sybille Egloff

«Ich bewundere ihre unglaubliche malerische Ausdruckskraft, ihre persönliche Energie und ihr Engagement für die Kunst», lobte Brigitta Luisa Merki, künstlerische Leiterin der Tanzcompagnie Flamencos en route, ihre Freundin und Malerin Simone Bonzon. Die 92-jährige Künstlerin präsentierte vergangenen Sonntag an der Vernissage ihre Ausstellung in der Galerie Alte Mühle.

Schon zum dritten Mal gastiert die Fislisbacherin mit Genfer Wurzeln mit ihren Werken in der Alten Mühle in Würenlos. Brigitta Luisa Merki hielt im Namen und im Auftrag von Simone Bonzon eine kurze Rede. Darin rühmte sie die kleine, sympathische Dame mit dem roten Béret, dem charmanten französischen Accent und den strahlend blauen Augen. Sie lobte Sie für ihren Mut, ihre unglaubliche Kraft und zeigte Parallelen und Unterschiede zwischen Tanz und Malerei auf. «Nur ein langes, intensives Künstlerleben kann in einer Einschränkung eine Chance sehen», sagte Merki und deutete auf den neuen Malstil der Künstlerin hin, den sie aufgrund einer Augenschwäche entwickelte.

Gegen die Oberflächlichkeit

Die rund 140 Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber konnten an der Vernissage von Simone Bonzon zahlreiche Werke mit unterschiedlichen Motiven bewundern: Tiere, Instrumente, Tänzer, Fabelwesen sowie Menschen in runder oder eckiger Form, kubistisch anmutend und mit starken Farben dargestellt sind. Bonzon beschreibt ihren Malstil selbst als eine Mischung aus Irrealismus und Surrealismus und fügt an: «Wichtig ist mir die Eigenständigkeit beim Malen. Ich bin gegen die Oberflächlichkeit in der Kunst und gegen Menschen, die Bilder kopieren und nicht selbst eine Richtung einschlagen.»

Viele Bilder wurden verkauft

Die Werke begeisterten: «Es wurden innerhalb einer Stunde bereits sieben Gemälde verkauft», sagte Galeristin Trudi Sekinger. Auch Ladina Saboz, die die Künstlerin persönlich kennt, fand die Ausstellung ausgezeichnet: «Die Bilder widerspiegeln Simone wie sie leibt und lebt. Wenn es möglich wäre, würde ich bestimmt die Hälfte der Bilder kaufen. Sie ist ein Aufsteller und eine Freude für viele Leute, sprudelt vor Ideen und Gedanken».

Die Ausstellung in der Galerie Alte Mühle dauert noch bis zum 9. November 2014.

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