Baden/Ennetbaden/Obersiggenthal/Wettingen

Mit dem «Bäredörfli» gibt es in den vier Gemeinden neu 27 Kinderkrippen

Nicole Schnyder und Olivier Chevalier in der neu gestalteten Kindertagesstätte Bäredörfli im Meierhof. -rr-

Nicole Schnyder und Olivier Chevalier in der neu gestalteten Kindertagesstätte Bäredörfli im Meierhof. -rr-

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt. Auch das Angebot in den vier Krippenpoolgemeinden. Die Wartelisten für Säugling sind immer noch lang. Das «Bäredörfli» öffnet neu ab Dezember und bietet 23 Plätze, davon fünf für Säuglinge.

Noch ist es nicht ganz so weit: Künstler Roman Stefan malt im Obergeschoss noch an den letzten Bären. Es sind Eisbären, die hier den Raum zieren, während im Erdgeschoss Braun- und Pandabären vorherrschen, ganz dem Namen Bäredörfli entsprechend. Nach einem halben Jahr Pause werden hier ab Dezember wieder die Kleinen ein- und ausgehen; geplant ist von Montag bis Samstag. Das Bäredörfli hat 23 Betreuungsplätze, davon sind fünf Plätze für Säuglinge vorgesehen.

Neue Herausforderung

Initiant ist Olivier Chevalier, zweifacher Vater, zuständig für die strategischen und administrativen Belange. Mit seinem neuen Job hat er eine neue Herausforderung gefunden. Er ist überzeugt, dass es in der heutigen Gesellschaft genügend Betreuungsplätze brauche. Zusammen mit Nicole Schnyder, welche die pädagogische Leitung hat, wird er die Kita leiten. Die Fachfrau Betreuung arbeitet seit 13 Jahren in diesem Beruf und bringt viel Erfahrung mit. Zum Team gehört auch eine Gruppenleiterin. Je nach Belegung wird weiteres Personal eingestellt, bei Vollausbau werden es sieben Mitarbeitende sein. Die Kita soll auch wirtschaftlich leistungsfähig sein. Das Bäredörfli gehört zu den Poolkrippen und befindet sich im Haus Weiherblick, wo zuvor eine Kita der konkursiten Häsliburg GmbH einquartiert war. Am Samstag, 16. November, ist ein «Tag der offenen Tür» geplant

Steigende Zahl an Krippen

Zwischen den Jahren 2008 und 2012 ist die Zahl der Krippen in den Gemeinden Baden, Ennetbaden, Obersiggenthal und Wettingen von 18 auf 24 gestiegen, die Zahl der Krippenplätze von 395 auf 600. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht des Krippenpools der vier Gemeinden hervor. Er regelt über Leistungsvereinbarungen und Beitragsreglement die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Zuständig ist die Abteilung Kinder Jugend Familie, die Pool-Leitung hat Brigitte Häberle.

Im laufenden Jahr sind weitere Kindertagesstätten dazu gekommen. Nach dem Konkurs der Trägerschaft der beiden Badener Häsliburg-Kinderkrippen im vergangenen April (die az berichtete) konnte die Tagesstätte am Schlossbergweg von der Kinderkippe Hoi-Börzel unter dem Namen Hoi-Gümper übernommen werden. Nun wird auch diejenige im Haus Weiherblick im Meierhof-Quartier (siehe Artikel unten) unter einer neuen Trägerschaft wieder eröffnet.

Mit 280 Plätzen boten die Firmenkrippen im vergangenen Jahr am meisten Betreuungsplätze an. Die Hälfte davon wohnt in den Poolgemeinden. In den Krippen, die dem Krippenpool angeschlossen sind, kamen 90 Prozent der Kinder aus den Poolgemeinden selber.

Steigende Nachfrage

Die geleisteten Betreuungstage für Kinder mit Wohnsitz in den Poolgemeinden stiegen von 2010 auf 2011 um 2000. In Baden und Ennetbaden stieg der Anteil nicht wesentlich, dafür in Obersiggenthal und Wettingen um rund einen Viertel. Während 2010 noch 25 183 Betreuungstage subventioniert worden waren, zählte man 2012 bereits 31 197 subventionierte Betreuungstage. Für das laufende Jahr haben die Poolgemeinden Leistungsverträge für 34 400 subventionierte Tage abgeschlossen. Die Nachfrage ist weiter steigend. Ab 2014 sind die subventionierten Plätze nicht mehr kontingentiert.

Die Elternbeiträge für subventionierte Plätze haben seit 2010 gesamthaft zugenommen (ausser in Wettingen). Die durchschnittlichen Elternbeiträge allerdings sind in allen vier Gemeinden geringer ausgefallen. Trotz zusätzlicher Kindertagesstätten sind die Wartelisten insbesondere für die subventionierten Plätze nach wie vor gross, sagt Pool-Leiterin Häberle. Bei 244 Kindern (2012) waren es 60 Säuglingsplätze, die gefragt waren.

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