Baden
Mit dem Kunstrasen in sportlich höhere Sphären aufbrechen?

Nicht mehr natürlicher Rasen ziert den Sportplatz im Stadion Esp, sondern künstliches Grün. Mit dem neuen Kunstrasen hat der Fussballklub optimale Spiel- und Trainingsmöglichkeiten.

Fabienne Eichelberger
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Aargauer Zeitung

Die Zeit im Wettinger Exil ist endgültig vorbei – der FC Baden kann seine Spiele wieder zu Hause im Stadion Esp austragen. Nachdem entgegen den Erwartungen bereits der Match vom 27. August gegen Wangen bei Olten auf dem neuen Kunstrasenfeld stattgefunden hatte, wurde der Kunstrasen nun offiziell eingeweiht.

Der erhoffte Publikumsaufmarsch mit 1000 Zuschauern blieb zwar aus, aber «es ist eine Einweihung bei würdiger Kulisse», sagte der Präsident des FC Baden, Thomi Bräm. Um dies zu ermöglichen, habe der Verein dem Stadion den letzten Schliff verliehen: «Die Kinder und ihre Eltern haben das Stadion in einer Putzaktion auf Hochglanz gebracht», so Bräm.

Rasen nun ganzes Jahr bespielbar

Vor einem Jahr hatte der Einwohnerrat den Projektierungskredit für den Kunstrasen einstimmig bewilligt. Nach rund vier Monaten Bauzeit wurde das 1.5 Millionen-Franken-Projekt abgeschlossen. Von den Bauarbeiten ist nun nichts mehr ersichtlich. Seit dem Baustart am 9. Mai wurden im Esp 5000 Kubikmeter Humus und Rasenschicht entfernt und durch den grünen Kunststoff ersetzt. «Mit dem neuen Belag wird dem FC Baden eine optimale Spiel- und Trainingsmöglichkeit zur Verfügung gestellt», sagte Stadtrat Roger Huber in seiner Begrüssungsrede. Der 8400 Quadratmeter grosse Kunstrasen wird das ganze Jahr über bespielbar sein. Dadurch werden andere Sportplätze entlastet.

Zur Einweihung des Rasens erhielt der FC Baden vom Stadtrat eine besondere Überraschung: Nachdem zuerst ein Zeppelin über dem Stadion kreiste, überbrachten zwei Fallschirmspringer jeweils einen Matchball. Laut Huber ein «Geschenk des Himmels» und nicht ganz ohne Hintergedanken: «Wir wünschen dem FC Baden, mit dem Glück des Himmels in höhere Sphären zu kommen.» Der neue Kunstrasen soll dabei die Basis zum Erfolg sein. Den Fallschirmspringern gefällt das künstliche Grün auf jeden Fall. Dazu Bräm: «Kompliment: Von oben ist kein Unterschied erkennbar.»

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