Ennetbaden
Mit dem Schiff von Rheinfelden über die Nordsee nach Paris

«Schifffahren ist nicht wie Autofahren. Man hat keine Bremsen und das Rückwärtsfahren gestaltet sich schwieriger», sagt Felix Jaecklin. Er und seine Frau waren sechs Wochen mit dem Boot unterwegs - von Rheinfelden über die Nordsee nach Paris.

Patrick Hersiczky
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Auch den Hund nahm das Ehepaar Jaecklin mit auf die Schiffsreise.
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Felix Jaecklin war froh über den starken Motor seines Katamarans.
Mit dem Schiff von Rheinfelden über die Nordsee nach Paris.
Natürlich durfte auch der Computer auf dem Schiff nicht fehlen.
Felix Jaecklin erzählt am Treffpunkt Ennetbaden von seiner sechswöchigen Schiffsreise nach Paris.

Auch den Hund nahm das Ehepaar Jaecklin mit auf die Schiffsreise.

Patrick Hersiczky

Flüsse und Strassen haben aber nicht nur Unterschiede: «Es gibt Verbotsschilder und Vortrittsregeln. So haben etwa Passagierschiffe immer Vortritt. Manchmal waren wir froh, dass unser Katamaran einen guten Motor hatte», so Jaecklin, der den Flussabschnitt rund um die Loreley als regelrechte Bergstrecke bezeichnet. «Dort gibt es gefährliche Strömungen.»

Der Sage nach seien dort schon viele Schiffe gesunken, weil sie den Gesängen der schönen Nixe namens Loreley gelauscht hätten.

Für das Ehepaar Jaecklin war die Loreley nicht nur Herausforderung, sondern auch Schönheit zugleich: «Auf diesem Streckenabschnitt gibt es unzählige Burgen. Da kommt man mit Fotografieren kaum nach.»

Vielfältiges Programm

Nächste Veranstaltungen im „Treffpunkt Ennetbaden".

Genau Zeiten und mehr Infos unter www.treffpunkt-ennetbaden.ch

28. Mai: Atelierbesuch bei Beat Zoderer in Wettingen.
25. Juni: Neue Architektur in Ennetbaden.
27. August: Von Kräuterhexen und heutiger Wissenschaft.
24. September: Zu Besuch in der Genusswerkstatt Chocolatier Wettingen.
29. Oktober: Archive und gesellschaftliche Umbrüche.
26. November: Zwischen Indianer und Häuptling - mein Leben mit der Musik.

Ladina Jaecklin hat ihren Mann oft mit Lotsenarbeit unterstützt: «Ich musste oft vorne auf dem ‹Ausguck› stehen und Felix beim Manövrieren unterstützen.» Sie selber sei zwar auch in der Lage den Katamaran zu steuern, doch dann wäre ihr Mann zu oft am Computer gesessen.

Der ehemalige Bauingenieur Felix Jaecklin arbeitet nämlich noch heute an einzelnen Projekten und tat dies auch auf dem Schiff. «Ich warte noch immer auf meine Pensionierung», scherzt Jaecklin.

Paris aus der Flussperspektive

Die Ankunft in Paris nach abwechslungsreicher Fahrt über holländische und belgische Gewässer war letztlich ein besonderes Erlebnis für beide: «Paris aus der Flussperspektive zu erleben, ist sehr spannend. Man sieht den Eiffelturm und die Notre-Dame langsam vorbeiziehen und achtet plötzlich auf viele Details, die anderen Touristen oft verborgen bleiben.»

Judith Meier organisierte den Vortrag für den «Treffpunkt Ennetbaden». Mit ihrer Vermutung, dass nicht nur sie Jaecklin zuhören möchte, lag Meier richtig. Rund 70 Zuhörer spendeten dem Geschichtenerzähler Jaecklin und seiner Frau herzlichen Applaus.