Webermühle
Mit dem Schräglift von der Webermühle zum Bahnhof Wettingen

Die 1000 Bewohner der Neuenhofer Webermühle sollen den Bahnhof Wettingen künftig noch schneller und bequemer erreichen. Die Wincasa als Eigentümerin der Überbauung plant auf Wettinger Seite einen Schräglift.

Dieter Minder
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Hinten der Bahnhof Wettingen, rechts die Klosterhalbinsel.
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Um 1960 in der Damsau unten rechts steht noch die Weberei
Die Häser der Webermühle werden zur Zeit saniert
Blick von der Webermühle zum Kloster Wettingen
Blick vom Wettinger Ufer über den Fussgängersteg zur Überbauung Webermühle Foto Alex Spichale
Schräglift von der Webermühle zum Bahnhof Wettingen.

Hinten der Bahnhof Wettingen, rechts die Klosterhalbinsel.

Alex Spichale

Bisher mussten die Bewohner der Webermühle in Neuenhof auf dem Weg zum Bahnhof Wettingen zuerst auf dem Fussgängersteg die Limmat überqueren und anschliessend auf den Serpentinenweg die rund 20 Höhenmeter überwinden.

Künftig steht ihnen dafür ein Schräglift zur Verfügung. Damit wird eine behindertengerechte Verbindung ins Wohnquartier geschaffen. Bisher war dies nur auf der Strasse möglich.

Vom Schräglift profitieren werden aber auch Eltern mit Kinderwagen und Spaziergänger. In jenem Gebiet stehen Skulpturen des Kulturwegs Baden–Wettingen–Neuenhof. Die Talstation ist bei der Fussgängerbrücke vorgesehen.

Die Bergstation kommt neben das Trottoir der Alberich-Zwyssig-Strasse zu stehen. Von dort aus kann der Bahnhof durch die neue Unterführung erreicht werden. Die Gleisneigung ist so gewählt, dass sie dem natürlichen Terrain entspricht. Die Gesamtkosten betragen laut Baugesuch 800 000 Franken.

Um Platz für den Schräglift zu schaffen, müssen rund 250 m2 Wald gerodet werden. Als Ersatz soll auf der Seite von Neuenhof, im Bereich der Überbauung Damsau, entsprechendes Areal aufgeforstet werden.

Beides bedingt, dass Waldgrenzenpläne angepasst werden. Noch etwas Besonderes zeichnet den Schräglift aus. Rund 15 m tiefer liegt der Unterwasserstollen des Kraftwerks Wettingen. Durch diesen wird das Wasser nach getaner Arbeit in den Turbinen unter der Klosterhalbinsel hindurch ins Flussbett zurückgeführt.