Killwangen/Spreitenbach
Mit einem Lift und zwei Rampen: Nun wird der Bahnhof hindernisfrei

Am Donnerstag starten die Bauarbeiten der SBB. Der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach soll endlich hindernisfrei werden und erhält einen Lift.

Sabina Galbiati
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Auf die Perrons am Bahnhof gelangt man nur via Treppe.

Auf die Perrons am Bahnhof gelangt man nur via Treppe.

Walter Schwager

Wer mit einem Rollstuhl, einem Kinderwagen oder einem Rollator am Bahnhof Killwangen-Spreitenbach den Zug erwischen muss, hat ein Problem: Am Bahnhof gibt es weder Rampen noch einen Lift, um aufs Perron zu gelangen.

Damit entspricht der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach nicht mehr den heutigen Anforderungen, die das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt. Es ist bereits seit 2004 in Kraft und verlangt, dass alle Bauten für den öffentlichen Verkehr behindertengerecht, sprich hindernisfrei sind – spätestens bis zum Jahr 2024.

Am Donnerstag ist es nun so weit. Die SBB starten am Bahnhof Killwangen-Spreitenbach mit den Bauarbeiten, wie die Schweizerischen Bundesbahnen in einer Medienmitteilung schreiben.

Der Bahnhof soll mit benutzerfreundlichen Zugängen aufgewertet werden: Ein neuer Lift bringt die Reisenden künftig in die Personenunterführung, von wo aus sie stufenfrei über zwei neue Rampen auf die Perrons gelangen.

Neben der Verlängerung der Perrondächer ersetzen die SBB die beiden bestehenden Wartehallen. Damit das Einsteigen in die Züge künftig aus allen Perronsektoren ebenerdig ist, werden die Perrons 5/6 in Richtung Zürich erhöht.

Die Bauarbeiten dauern bis Mitte 2019, heisst es im Schreiben weiter. Die Kosten für die Aufwertung belaufen sich auf rund 8,3 Millionen Franken. Sie werden über die Leistungsvereinbarung zwischen dem Bund und den SBB finanziert.

«Die Bauarbeiten finden unter laufendem Betrieb oder in den nächtlichen Betriebspausen statt», teilen die SBB mit. Dadurch können die Züge ohne Einschränkungen fahren. Im Vorfeld nächtlicher Bauarbeiten würden die Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig informiert. «Die SBB setzen alles daran, den Lärm so gering wie möglich zu halten», heisst es abschliessend.