Schreibwettbewerb

Mit Endzeitgeschichte zum Sieg: Schüler der Kanti Baden gewinnt Wettbewerb

Der Sieger, Valentin Ehrhard aus Wettingen. schrieb mit seinem Text «Der Wanderer» eine Endzeitstory und wählte die Skulptur «Zimmer» von Beat Zoderer aus.

Der Sieger, Valentin Ehrhard aus Wettingen. schrieb mit seinem Text «Der Wanderer» eine Endzeitstory und wählte die Skulptur «Zimmer» von Beat Zoderer aus.

Von postapokalyptischen Endzeitstorys bis zu subtilen lyrischen Annäherungen reichte das Spektrum: Die Stiftung Kulturweg Baden-Wettingen-Neuenhof hat die besten Beiträge des Schreibwettbewerbs ausgezeichnet. Mitmachen konnten Schüler der Aargauer Kantonsschulen.

Der Auftrag der Stiftung Kulturweg: Einen Text schreiben, in dem eine der Skulpturen auf dem Kulturweg eine wesentliche Rolle spielt. «Unser Ziel war es, das Interesse der jungen Leute am Kulturweg zu wecken», sagt Antoinette Eckert, Vizepräsidentin des Stiftungsrates. Dass die ersten drei Plätze Kantischüler aus der Region besetzen, sei purer Zufall: «Als Jurymitglied waren mir in erster Linie die Beiträge wichtig – einzig das zählte.» Fast 60 Beiträge wurden eingereicht.

Postapokalyptisches Wettingen

Eine Endzeitstory schrieb der Sieger, Valentin Ehrhard aus Wettingen. Für seinen Text «Der Wanderer» hat der Schüler der Kanti Baden die Skulptur «Zimmer» von Beat Zoderer ausgewählt. «Es geht um einen Umherziehenden, der in einem postapokalyptischen Wettingen auf eine Ruine stösst, die nicht zu den anderen passt», erklärt Ehrhard. «Er versucht ihr eine Funktion zu zuordnen, sich die Skulptur zu erklären.»

Auch der zweitplatzierte Liridon Obrinja aus Spreitenbach schrieb über Zoderers «Zimmer» in seinem gleichnamigen Text. Die Skulptur steht in der Nähe der Kantonsschule Wettingen, in der Obrinja die vierte Klasse besucht: «Obwohl ich die Skulptur jeden Tag sehe, habe ich mir vor dem Wettbewerb kaum Gedanken gemacht, was Zoderer mit ihr aussagen möchte.» Als sie im Ergänzungsfach bildnerisches Gestalten den Auftrag erhielten, im Rahmen des Wettbewerbes einen Text über eine der Skulpturen zu schreiben, habe er sich schnell entschieden. Dass er den zweiten Platz erreichte, überrascht den 21-Jährigen: «Ich hätte nicht gedacht, dass mein Beitrag in die engere Auswahl kommen könnte.»

In seinem Text setzt Obrinja die Eigenschaften und Bedeutungen eines Zimmers der Skulptur gegenüber: «Ich überlegte mir zuerst, was man mit einem normalen Zimmer verbindet, beispielsweise sich wohlfühlen, oder entspannen.» Dies setzte er in Beziehung zu Zoderers «Zimmer». So heisst es in seinem Text in Bezug auf die Skulptur: «Ein Zimmer, das einem nie das Gefühl gibt, zu Hause zu sein.»

Wieso er den Text in Gedichtform schrieb, erklärt Obrinja wie folgt: «Ich wollte die verschiedenen Aspekte der Skulptur auf eine spezielle Art und Weise erzählen.» Dazu eigne sich das Gedicht besser als die Prosa.

Den dritten Platz erreichte Jakub Vokaty aus Würenlos. In seinem Text «Was wäre wenn, ...» beschäftigte sich der Schüler der Kanti Baden mit der Skulptur «Reflex» von Mariann Grunder.

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