Kirchdorf

Mit himmlischen Klängen dem Geheimnis von Weihnachten auf der Spur

«Coro Sonoro» singt das Werk «O Magnum Mysterium» in fünf Interpretationen aus verschiedenen Jahrhunderten.

«Coro Sonoro» singt das Werk «O Magnum Mysterium» in fünf Interpretationen aus verschiedenen Jahrhunderten.

Der Konzertchor «Coro Sonoro» präsentiert mit der Weihnachts-Kantate «Night of Wonder» eine Schweizer Premiere.

Obersiggenthal an einem verregneten Mittwochabend. Es ist bitterkalt und der Weihnachtsstress ist allseits spürbar. Doch wer an diesem Abend die Kirche in Kirchdorf betritt, fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Warme, sanfte und doch geheimnisvolle Stimmen streicheln die Seele. Leise Klänge, die zu einem angenehm spürbaren und immer lauter werdenden Akkord zusammenfinden und wieder verstummen.

Hier probt der Kirchdorfer Konzertchor «Coro Sonoro» die Werke «O Magnum Mysterium». Ein Antwortgesang am Weihnachtsmorgen, der das Wunder der Menschwerdung Gottes zum Thema macht.

Probenbesuch in Kirchdorf: Der «Coro Sonoro» übt für sein Weihnachtsprogramm

Probenbesuch in Kirchdorf: Der «Coro Sonoro» übt für sein Weihnachtsprogramm

«Zahlreiche Komponisten haben diesen Text vertont und versucht, dem Geheimnis mit Klängen auf die Spur zu kommen», erzählt Margret Sohn, Leiterin des «Coro Sonoro».

Der Konzertchor mit 45 Sängern und Sängerinnen präsentiert die Versuche von den fünf Komponisten Thomas Luis de Victoria, Giovanni Gabrieli, Francis Poulenc, Morten Lauridsen und Ola Gjeilo, die in unterschiedlichen Jahrhunderten lebten und das Werk auf ihre Weise vertonten. «Die Werke zeichnen sich durch ungewohnte Harmonien aus und sind daher eine grosse Herausforderung für die Intonation», erklärt Sohn. Die Leiterin von fünf verschiedenen Chören kennt aber deren Stärken und Schwächen bestens.

Schweizer Erstaufführung

Während die fünf Vertonungen a cappella gesungen werden, verstärken 15 Instrumentalisten das Stück «Night of Wonder». Die Schweizer Erstaufführung der Weihnachts-Kantate über die Geburt Jesu Christi wird vom Engländer Jonathan Rathbone, dem Komponisten des Werks, persönlich besucht werden.

«Das längste Werk unseres Konzerts wirkt freudiger und lebendiger als der Antwortgesang am Weihnachtsmorgen», sagt Sohn. Das mehrsätzige Werk behandelt die Stationen der Heiligen Nacht. «Im Satz der Hirten, die damals oft als Randständige galten, sind die Klänge ziemlich schräg und die dunkle Nacht wirke bedrohlich», sagt Sohn. Umso schöner sei dafür der Engelsgesang.

«Coro sonoro» singt «O Magnun Mysterium» und «Night of Wonder». Morgen 19.30 Uhr, Schloss Liebegg, Gränichen; Sonntag 17 Uhr, Kirche Kirchdorf

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