Wettingen

Mit ihrem grünen Daumen hat sie die Konkurrenz kalt abgeduscht

Elfriede Muntwylers Garten ist so manchem Wettinger bestens bekannt. Jetzt wurde Sie dafür ausgezeichnet. Angefangen hat das ganze aber nur, weil sie ursprünglich zu Hause gearbeitet hatte.

Blütenpracht: Ein anderes Wort mag einem kaum einfallen, wenn er den Garten von Elfriede Muntwyler sieht. Spaziergänger, Jogger oder Schulkinder bleiben am Kapellenweg stehen, nur um zu staunen.

«Vom Fenster aus sehe ich oft, dass Schüler mit ihren Handys meinen Garten fotografieren», sagt sie mit stolzem Lächeln. Nicht erst seit Muntwyler alleine in ihrem Haus lebt, ist ihr Garten zu ihrer Leidenschaft herangewachsen: «Früher hatten wir eine Firma für Textilmaschinen und ich habe dafür zu Hause das Telefon gehütet. Weil ich nicht einfach spazieren gehen konnte, war die Gartenarbeit mein Ausgleich», erzählt die 81-Jährige.

Dabei muss sie auch so manchen Kleinkrieg ausfechten. «Dieses Jahr war der Kampf gegen die Schnecken ziemlich anstrengend.» Jeden Abend habe sie welche eingesammelt.

Die Mühe hat sich gelohnt: Muntwyler hat beim ersten Wettinger Gartenpreis den ersten Platz in der Kategorie Balkon-, Terrasse- und Kleinstgärten gewonnen. «Ich dachte zuerst, ich hätte nicht richtig gehört», sagt sie.

Ursprünglich wollte sie gar nicht am Wettbewerb teilnehmen. «Bekannte von mir haben mich überredet und meldeten mich schliesslich an», sagt sie. Jurymitglied Sandra Frauenfelder sagt über Muntwylers Garten, er sei eine Oase mit einer gewaltigen Farbenpracht. «Sie nutzt den engen Raum wirklich optimal aus und das hat die Jury beeindruckt», sagt sie.

Und was macht Muntwyler mit den Gutscheinen im Wert von 1000 Franken? Sie wolle sich ein paar schöne Blumenstöcke kaufen. «Oder mal ein Bäumlein», sagt sie. Und dann sei ja bald Weihnachten und bei elf Enkelkindern brauche es einige Geschenke.

Insgesamt haben 26 Gartenbesitzer am Wettbewerb teilgenommen. Die fünfköpfige Jury tat sich nicht leicht bei der Bewertung der Gärten. Die Mitglieder besichtigten jeden Garten und suchten dabei nach innovativen Konzepten; bewerteten Ästhetik, Kreativität und Naturnähe.

Ebenso wichtig waren die Sichtbarkeit für Passanten und der Umgang mit dem Umweltschutz. In der Kategorie Schreber-, Nutz-, und Wildgärten hat Brigitte Schmon den ersten Platz geholt.

Sie punktete vor allem mit der Naturnähe ihres Gartens. Jachen Denoth darf seinen Garten als schönsten Hausgarten von Wettingen bezeichnen, insbesondere wegen seiner Vielfalt, der harmonischen Gestaltung und dem integrierten Nutzpflanzen-Teil.

Zweck des Wettbewerbs ist es, die Wettinger Bevölkerung zum Gärtnern zu motivieren und sie gleichzeitig für diese Arbeit zu belohnen. «Durch die Gärten wird unser Dorf bunter und einladender», sagt Jurorin Frauenfelder.

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