Baden
Mittelschülerinnen und -schüler zeigten grosses Interesse an der Studienmesse

Am Samstag stellten sich über 40 Universitäten, Fachhochschulen und weitere Bildungseinrichtungen aus der ganzen Schweiz an der Studienmesse in Baden vor. Über 1300 Besucher nutzten das Informationsangebot.

Marco Plüss (Text und Fotos)
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Susanna Häberlin, Leiterin InformationKommunikation, Adrian Wollschlegel, Projektleiter der Berufsmesse sowie Thomas Eichenberger, Geschäftsleiter des ask
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Ruth Müri, Stadträtin Baden und zuständig für das Bildungwesen und Susanna Häberlin, Leiterin InformationKommunikation ask!
Das Besucherinteresse war gross3
Thomas Eichenberger, Geschäftsleiter von ask! und Grossrat Markus Lüthy disktutieren über die Bildungslandschaft
Das Besucherinteresse war gross
Über 1300 Mittelschülerinnen und -schüler besuchten die Studienmesse in Baden
Thomas Eichenberger, Geschäftsleiter von ask! und Grossrat Markus Lüthy disktutieren die Bildungslandschaft
Universitäten aus den ganzen Schweiz stellten aus
Auch die Ausbildung im Tourismus ist begehrt

Susanna Häberlin, Leiterin InformationKommunikation, Adrian Wollschlegel, Projektleiter der Berufsmesse sowie Thomas Eichenberger, Geschäftsleiter des ask

Marco Plüss

Die Hochschullandschaft der Schweiz wird zunehmend komplexer. Deshalb führte «ask!», die Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf des Kantons Aargau, am Samstag bereits zum fünften Mal die Studienmesse durch. Universitäten, Fachhochschulen und weitere Bildungseinrichtungen aus der ganzen Schweiz konnten sich an dieser Berufsmesse in Baden vorstellen. Im persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen und Studierenden erfuhren Jugendliche und ihre Eltern dabei mehr zu den verschiedenen Studien- und Berufsmöglichkeiten nach einer Matura.

Referate schafften Überblick

Auch die Workshops waren gut besucht. Etwa derjenige «Uni oder Fachhochschule, was passt besser zu mir?» oder «Was bringt ein Auslandsemester?». Gefragt war auch der Workshop «Wie finanziere ich mein Studium?». Die Impuls-Referate gaben Antworten auf wichtige Fragen rund um das Studium und den anschliessenden Berufseinstieg. Franz Widmer, Rektor der Kantonsschule Wohlen, etwa ist überzeugt, dass diese Messe ihre Berechtigung hat: «An der Studienmesse erhalten die Schülerinnen und Schüler gute Einblicke in die verschiedenen Bildungsangebote. Die Messe ist ein wichtiges Element, um einen fundierten Entscheid treffen zu können».

Nutzen für die Gesellschaft

Als die Messe im Jahre 2008 ins Leben gerufen wurde, waren zwei Faktoren ausschlaggebend: Es gibt im Aargau keine Universität, die eine eigene Messe durchführt, und die Aargauer Berufsschau, welche sich an Bez-, Sek- und Realschüler wendet, war ein grosser Erfolg. Dazu meint Thomas Eichenberger, Geschäftsleiter von «ask!»: «So lag es auf der Hand, ein ähnliches Format für Mittelschülerinnen und -schüler zu konzipieren.» Die Studienmesse findet nun alternierend zur Aargauer Berufsschau alle zwei Jahre statt. «Die Studienmesse ist ein grosser Erfolg, der Event wächst mit jeder Durchführung», sagt Eichenberger. Nicht zu vergessen ist auch der Nutzen für die Gesellschaft. So sind Zusatzsemester an der Uni oder Fachhochschule oft teuer, denn ein Jahr kostet zwischen 30 000 und 60 000 Franken. Dazu ergänzt Susanna Häberlin, Leiterin Information/Kommunikation bei «ask!»: «Wenn wir mit der Studienmesse auch nur 10 Mittelschülerinnen und -schüler dazu bringen, von Anfang an das richtige Studium zu wählen und keine Extraschlaufe zu drehen, kann das den Kanton um 300 000 bis 400 000 Franken entlasten».

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