Oberrohrdorf
Mobilfunkantenne im Kirchturm strahlt weniger stark – wenn sie denn kommt

Teilerfolg für die Gegner einer geplanten Mobilfunkanlage im Kirchturm der katholischen Kirche St.Martin. Statt 9150 soll die Sendeleistung auf 2400 Watt reduziert werden. Ob die Antenne überhaupt gebaut werden kann, steht erst in rund zwei Jahren fest.

Martin Rupf
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Im Kirchturm der katholischen Kirche Oberrohrdorf ist eine Mobilfunkanlage geplant.

Im Kirchturm der katholischen Kirche Oberrohrdorf ist eine Mobilfunkanlage geplant.

Walter Schwager

Teilerfolg für die Gegner einer geplanten Swisscom-Mobilfunktannen im Kirchturm der katholischen Kirche St. Martin: Statt der geplanten 9150 Watt wird die Sendeleistung auf 2400 Watt reduziert, wie der «Reussbote» schreibt.

Vor gut zwei Jahren wehrten sich 242 Bewohner mit einer Sammeleinsprache gegen die geplante Sendeanlage (die az berichtete). Widerstand löste die Anlage nicht nur wegen deren Sendeleistung aus, sondern auch wegen deren Nähe zur Schule sowie befürchtetem Wertverlust benachbarter Liegenschaften.

Kirchenpflege verhandelte mit der Swisscom

Nun hat die Kirchenpflege auf Wunsch der Kirchengemeindeversammlung Verhandlungen mit der Swisscom geführt. Resultat dieser Verhandlung ist die Reduzierung der Sendeleistung. Wie die Kirchenpflege mitteilt, habe der entsprechende Nachtrag zum bestehenden Mietvertrag bereits unterzeichnet werden können.

Gerhard Schraner, Mitinitiant der Sammeleinsprache, zeigt sich gegenüber der Aargauer Zeitung teilweise zufrieden. «Wir begrüssen es, dass sich die Swisscom bewegt.» Fakt sei aber auch, dass immer nur von einer kleinen bis mittleren Anlage die Rede gewesen sei. «Diese hätten eine Sendeleistung von 100 bis maximal 1000 Watt», so Schraner.

Ob die neue Antenne überhaupt gebaut werden kann, ist ungewiss. Denn der Gemeinderat hat über das ganze Gemeindegebiet eine Planungszone erlassen. Das heisst: Bis die neue Bau- und Nutzungsordnung steht – man rechnet noch mit rund zwei Jahren – werden in Oberrohrdorf keine neuen Mobilfunkantennen bewilligt.

Gegen diesen Entscheid haben Swisscom, Orange und Sunrise und Privatpersonen beim Gemeinderat Einsprache erhoben. Nachdem die Beschwerden abgewiesen worden waren, zogen Swisscom und Sunrise die Beschwerde weiter. Die Verfahren sind beim Kanton noch hängig. (mru)