Baden
Mobilitäts-Check hält einem den Spiegel vor den Kopf

Wie schnell, günstig, umweltschonend, komfortabel und gesund bin ich unterwegs? Auf diese Frage findet man über den Online-Check von «badenmobil» kostenlos eine Antwort.

Roman Huber
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Mit wenigen Klicks kann jedermann seine persönlichen Daten eingeben und das Verkehrsmittel nach den Kriterien Zeit, Kosten, Umwelt, Komfort und Gesundheit optimieren. «Mit dem neuen Check erhält man rasch, neutral und übersichtlich Alternativen zum aktuellen Mobilitätsverhalten», erklärt Beatrice Meyer, Leiterin Mobilitätsberatung, «badenmobil».

Bevölkerung sensibilisieren

Der Check berücksichtigt die verschiedenen Verkehrsmittel wie Auto, Bus oder Velo, E-Bike oder Car-Sharing. Er vermittelt dem Nutzer auch Möglichkeiten, seinen Mobilitäts-Mix beziehungsweise die Benutzung verschiedener Verkehrsmittel aufeinander abzustimmen, sei es bei der täglichen Fahrt zur Arbeit oder in der Freizeit. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass gerade beim Freizeitverhalten die meisten Leute ihr Mobilitätsverhalten optimieren könnten. Rund ein Drittel, die bislang den Check absolvierten, haben danach ihr Mobilitätsverhalten verändert.

«Wir möchten mit dem Mobilitätsdurchblick in erster Linie die Bevölkerung sensibilisieren und dazu motivieren, ihr eigenes Mobilitätsverhalten zu überprüfen», sagt Beatrice Meyer. Der Check sei darum niederschwellig angelegt und funktioniere sehr einfach. «Wenn sich jemand beraten lassen will, dann kann er das via E-Mail oder auch bei uns in der Verkaufsstelle tun», sagt Sonja Kaspar, Leiterin Beratung und Verkauf von «badenmobil» bei der Verkaufsstelle der RVBW am Bahnhofplatz in Baden.

Benzin- sind nicht Autokosten

«Dieser Check ermöglicht ausserdem einen objektiven Kostenvergleich zwischen dem öffentlichen Verkehr und dem Auto», präzisiert Meyer, ohne dabei den motorisierten Individualverkehr verteufeln zu wollen. «Wer ein Billett kauft, erhält den wirklichen Preis aufgezeigt, den ihn eine Fahrt kostet.» Das sei beim Auto nicht so, weil neben den Benzinkosten noch weitere Unkosten anfallen würden, führt die Mobilitätsspezialistin aus.

Besonders bei Wohnorts- und Arbeitsplatzwechsel oder andern einschneidenden Veränderungen würde sich ein Mobilitätscheck immer lohnen, sagt Meyer. Manchmal liesse sich mit kleinen Massnahmen viel Geld sparen, wenn man über längere Zeit rechne. Meyer empfiehlt aber auch jenen Personen einen Check zu machen, die seit längerem dieselben Mobilitätsgewohnheiten hätten.

Online-Check hat sich bewährt

Der Online-Check wird auch von den Entwicklungspartnern Kanton Aargau (Aargaumobil), Kanton Bern und Luzern sowie den Städten Bern, St. Gallen, Zürich, Köniz und der Gemeinde Trubschachen, dazu von Mobility Carsharing Schweiz und NewRide angeboten. Er steht unter der Projektleitung der Firma Interface und wurde zusammen mit der Hochschule Luzern sowie dem Institut für Tourismuswirtschaft entwickelt.

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