Baden
Möge die Macht mit dir sein: «Star Wars» auch unter dem Christbaum

Als «eher rückläufig», aber «grundsätzlich nicht so schlecht» bezeichnen Gewerbler das Weihnachtsgeschäft. Besonders beliebt waren Spielwaren, etwa von aktuellen Kino-Filmen, wie etwa dem Kassenschlager Star Wars.

Carla Stampfli
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Das Verkaufspersonal packte rund um die Feiertage vor allem Bücher, Spielwaren und Parfümerieartikel ein.Symbolbild/KEY

Das Verkaufspersonal packte rund um die Feiertage vor allem Bücher, Spielwaren und Parfümerieartikel ein.Symbolbild/KEY

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Die Aargauer Shoppingcenter wie das Shoppi Tivoli, das Wynecenter und das A1-Center sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Wie sieht es bei den Detaillisten in der Stadt Baden aus? Das Badener Tagblatt hat bei verschiedenen Läden nachgefragt.

Beim Spielwarenladen Miracoolix ist das Weihnachtsgeschäft «grundsätzlich nicht so schlecht gelaufen», sagt Markus Hadorn von der Geschäftsleitung. «Wir haben tendenziell mehr Karten- und Brettspiele verkauft als auch schon.»

Statt vor dem Computer zu spielen, werde langsam aber stetig wieder vermehrt am Tisch und in Gesellschaft gespielt. Gespürt habe man grundsätzlich aber die Aufhebung des Euro-Mindestkurses, sagt Hadorn. Dies habe zu tieferen Preisen und kleineren Einnahmen geführt.

Auch auf die Buchhandlung Librium hatte der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Auswirkungen – weil der grösste Teil der Waren aus dem Euro-Raum bezogen wird. Über fehlende Kunden kann sich Librium nicht beklagen.

Im Gegenteil: «Wir haben einen treuen Stamm, der gerne Bücher verschenkt», sagt Geschäftsführerin Susanne Jäggi. Vor allem Neu-Erscheinungen von Schweizer Autoren seien gefragt gewesen, ebenso Bücher mit politischem oder religiösem Hintergrund.

Bei Bücher Doppler an der Badstrasse sind zudem Titel beliebt gewesen, die auch auf der Kino-Leinwand zu sehen sind und waren, etwa Heidi, Schellenursli oder Star Wars. Mit dem Weihnachtsgeschäft ist Filialleiterin Christine Siegrist «zufrieden».

Dass Spielwaren ein beliebtes Geschenk waren, bestätigt Elle Steinbrecher vom Warenhaus Manor. Daneben seien Artikel der Abteilungen Parfümerie, Bijouterie und Multimedia gefragt gewesen.

Ob die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, ist noch nicht bekannt: Manor veröffentlicht diese erst im Laufe des Monats. Die Mediensprecherin fügt an, dass Mode während des traditionellen Winter-Ausverkaufs, der noch bis Mitte Februar dauert, bei den Kunden beliebt sei.

Auch Retro-Produkte gefragt

Wenige Meter entfernt, beim Einrichtungsgeschäft form+wohnen, ist das Weihnachtsgeschäft für das Jahresergebnis zwar nicht ganz so entscheidend. «Trotzdem versuchen wir in dieser Jahreszeit, auserwählte Produkte auszustellen», sagt Geschäftsinhaber Reto Schmid.

Der Trend zum Kupfer, etwa Kerzenständer und Tischchen, habe sich bei den Kunden bemerkbar gemacht. Auch Retro-Produkte wie Radiogeräte von Brionvega und Gesundheitskissen hätten sich gut verkauft.

Daniel Cortellini, Inhaber von Cortis Schweizer Weine, hat die Verkaufszahlen vom Dezember noch nicht analysiert. Dennoch hat er das Gefühl, dass das Detailgeschäft gegenüber dem Vorjahr eher rückläufig war.

«Dafür lief das nationale Weingeschäft gut», sagt Cortellini und fügt an, dass er mittlerweile nicht mehr mit der Laufkundschaft den Grossteil des Umsatzes macht, sondern mit dem Weinhandel. «Dieser hat ein allfälliges Minus im Detailgeschäft gut kompensiert.» Was bei Cortis besonders lief, waren Weine aus der Region, aus dem Tessin sowie Schaumweine.

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