Montag ist bald wieder Jazz-Tag

Am 5. Oktober startet die 41. Jazzsaison im Badener Stadtbistro Isebähnli – was sich wegen Corona ändert.

Beat Blaser
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Ab Oktober wird im «Isebähnli» jeweils zum Wochenbeginn wieder gejazzt.

Ab Oktober wird im «Isebähnli» jeweils zum Wochenbeginn wieder gejazzt.

Bild: Archiv/Peter Hunziker

In knapp zehn Tagen geht im Stadtbistro Isebähnli die neue Konzertsaison von «Jazz in Baden» los. Es ist die 41. und eigentlich ist alles wie immer, zumindest inhaltlich. Dass trotzdem alles anders ist, liegt am Corona-Jahr – es geht auch am Jazz in Baden nicht spurlos vorbei.

Neu in dieser Konzertsaison ist, dass man nicht mehr spontan und kurzfristig entscheiden kann, ob man seine wöchentliche Portion Jazz am Montagabend im «Isebähnli» einziehen will. Man muss sich anmelden, damit werden die Daten erhoben, um die allfällige Nachverfolgung sicherzustellen. Alles wie gehabt, ist man versucht zu sagen. Auch die Beiz selbst wird nicht mehr so offen wirken wie ehedem. Es wird sich zeigen, was die Plexiglasscheiben mit der Musik anstellen. Aber: Die Musik steht immer noch im Mittelpunkt, ihre Qualität ist wie immer hoch, die Atmosphäre im «Isebähnli» ist nach wie vor angenehm locker und trotzdem von gespannter Aufmerksamkeit. Und, auch nicht unwichtig: Das Bier schmeckt immer noch himmlisch, und die Spaghetti à la Jean Michel Vionnet sind allein schon den Besuch wert.

Wie gesagt: Die Hauptsache an Montagabenden während des Winterhalbjahres im «Isebähnli» ist der Jazz. Seit 1980 veranstaltet der Verein Jazz in Baden diese Konzerte. Es hat sich sowohl beim Publikum als auch bei den Musikerinnen und Musikern herumgesprochen, dass sich das Dabeisein lohnt. Man braucht nur einen Blick auf das Programm der ersten zwei Monate zu werfen – da ist alles dabei, was des Jazzfans Herz begehrt.

Erstens erfahrene Musiker und Musikerinnen: Der Pianist Adrian Frey und seine Partnerin Peggy Chew standen schon unzählige Male auf der Badener Bühne, und jedes Mal war ihr Auftritt ein Erlebnis. Die mittlere Generation ist vertreten mit dem Schlagzeuger Pius Baschnagel, der seinen 50. Geburtstag mit einem neuen Projekt feiert. Etwas jünger ist der Berner Saxofonist Rafael Schilt, der als Gast des Newcomers Samir Böhringer seine Aufwartung im «Isebähnli» macht.

Zukunft des Schweizer Jazz im «Isebähnli»

Den Auftakt der Saison von «Jazz in Baden» schliesslich bestreitet der junge Pianist Yves Theiler, auch er längst kein Unbekannter mehr. Vor allem aber sind auf dem Herbstprogramm Namen zu finden, die auch dem Aficionado unbekannt und die Entdeckung wert sind: François Lana, Anna Hirsch, Michel Spahr, Lukas Gernet. Das Publikum darf gespannt sein auf die neuen Töne, welche die Zukunft des Schweizer Jazz jeweils am Montagabend um 20.15 Uhr im Stadtbistro Isebähnli anschlägt.

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