Es ist zwei Jahre her, als Sarah Zürcher vom Stiftungsrat der Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown zur neuen Direktorin des Museums Langmatt gewählt wurde und damit in die Fussstapfen von Rudolf Velhagen trat. Kurz nach dem sie im Januar 2014 ihre neue Stelle angetreten hatte, sagte sie in einem Interview: «Ich fühle mich sehr wohl hier.» Im Museum sah sieh ein Haus das «ein Riesenpotenzial für künstlerische Arbeiten hat».

Doch viel Zeit, ihre Ideen umzusetzen, hatte Zürcher nicht. Nach etwas mehr als einem Jahr folgt die Ernüchterung. In einer Medienmitteilung schreibt der Stiftungsrat, Sarah Zürcher habe bereits vor einiger Zeit die Absicht geäussert, eine neue Herausforderung zu suchen. «Grund für die Trennung sind die unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Direktion und dem Stiftungsrat über die Führung und die zukünftige strategische Ausrichtung des Hauses.»

Stiftungsratspräsident Lukas Breunig: «Wir haben vor Längerem entschieden, dass wir das Museum für zeitgenössische Kunst öffnen wollen, aber wir mussten merken, dass dies sehr sorgfältig geschehen muss.» Künftig wolle man die impressionistische Sammlung und das Wohnensemble wieder ins Zentrum rücken. «Das macht das Museum und die Villa aus», sagt er.

Zu den internen Gesprächen mit Zürcher will Breunig sich nicht äussern. Auch Sarah Zürcher, die gestern ihren Arbeitsplatz geräumt hat, möchte sich zum Wechsel nicht äussern, es gebe dazu nichts zu sagen. Nur so viel: Die Zusammenarbeit im Museums-Team war sehr gut.» Künftig wolle sie sich weiter auf weiblich avantgardistische und internationale Kunst konzentrieren, wie sie derzeit im Museum zu sehen sei.

Bereits am kommenden Montag wird der Deutsche Markus Stegmann seinen Posten als Direktor antreten. Der Stiftungsrat suchte bereits seit mehreren Monaten nach einem geeigneten Nachfolger. «Wir sind froh, dass der Wechsel nahtlos vonstattengeht und im Museumsbetrieb kein Vakuum entsteht», sagt Breunig. Stegmann arbeitete in verschiedenen Museen und Kunsthallen im In- und Ausland.

Zuletzt arbeitete er als leitender Kurator der Kunstabteilung am Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, wo er Ausstellungen unter anderem zu zeitgenössischer Kunst organisierte. Zur Langmatt sagt Stegmann: «Die Langmatt ist ein landesweit unvergleichliches Ensemble aus Architektur, historischen Räumen, Park und der einmaligen Impressionistensammlung.» Er wolle diese Sammlung spielerisch und ideenreich zum Klingen bringen.